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Heimwerker werden – Voraussetzungen und wichtige Utensilien

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Heimwerker werden - Voraussetzungen und wichtige Utensilien
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Wer Aufgaben im und am Haus selbst erledigt, spart eine Menge Geld. Sie wollen das auch? Meine Tipps helfen Ihnen auf dem Weg zum Heimwerker.

Geübte Heimwerker kümmern sich nicht selten völlig allein um alle anfallenden Arbeiten in Haus und Garten. Seien es die notwendige Renovierungsarbeiten am Haus, kleinere Reparaturen von Maschinen oder auch um das Erbauen verschiedenster Dinge – alles kein Problem für Heimwerker. Sie sind nicht nur flexibel, sondern auch versiert und mit Leidenschaft bei der Sache. Kein Wunder also, dass der ein oder andere selbst gerne zum Heimwerker werden möchte, um all diese Dinge mit Spaß bei der Sache selbst zu erledigen. Etwas Übung als Heimwerker zu erlangen, hat sicherlich noch niemandem geschadet und ist mit vielen Vorteilen verbunden. Doch wie genau wird man zum Heimwerker? Und was gilt es beim Start zu beachten?

Wozu selbst zum Heimwerker werden?

Ob als Mann oder Frau – ein geübter Heimwerker in der Familie kann viele Aufgaben übernehmen und erledigen, für die andere einen professionellen Handwerker bestellen müssen. Das kann je nach Aufwand recht teuer werden, da der Profi oft nicht für seine Leistung, sondern nach der benötigten Arbeitszeit bezahlt wird. Aber man muss auch häufig mit einer langen Wartezeit rechnen, bis man einen passenden Termin findet. Ob man eine gute Geschäftsbeziehung hegt, sich gegenseitig vertraut und der ausgewählte Handwerker die Arbeiten auch in der Art und Qualität erledigt, die man sich wünscht, kann natürlich nicht garantiert werden.

Als Heimwerker kann man selbst also Kosten sparen, da man nur das Material und Werkzeug (dieses als einmalige Anschaffung) benötigt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man seine Leidenschaft ausleben und das Heimwerken zum Hobby machen kann. Ob man Vogelhäuser baut, Gartenmöbel aus Baumstämmen oder ein Baumhaus für die Kinder. Man ist so gut wie nie auf einen professionellen Helfer angewiesen. Das große Plus: Sollten Freunde oder Verwandte Probleme in ihrem Haus und Garten haben, ist es ein Leichtes, ihnen zu helfen.

VorteileNachteile
man spart auf Dauer Kosten, da nicht immer ein Profi engagiert werden musses kann eine Weile dauern, bis man genügend Erfahrungen gesammelt hat, um für seine Ideen ausreichend Selbstvertrauen zu haben
Aufgaben können schneller erledigt werden, da man nicht auf einen Termin mit dem Profi warten musses kann lange dauern und viel kosten, alle im Alltag oft benötigten Werkzeuge anzuschaffen – mit einem Einsteiger Set ist man für kleinere Aufgaben in der Regel gut ausgestattet
eigene Ideen können umgesetzt werden, der Kreativität sind keine Grenzen gesetztman sollte sich gerade als Anfänger von Fachpersonal häufig zu Materialien und Vorgehensweisen beraten lassen, aber auch Recherche betreiben und Anleitungen vom Profi nachgehen
man sammelt mit der Zeit grundlegende Erfahrungen und kann damit auch anderen behilflich sein
es wird keine besondere Ausbildung oder ein entsprechender Berufsabschluss benötigt (es sei denn, man möchte seine Dienste professionell anbieten)
bei Reparaturen, Bauten und Renovierungen wird lediglich das Budget für Material und Werkzeug benötigt, da man keine Arbeitsstunden anderer Personen zahlt

Heimwerker – keine Ausbildung nötig

Möchte man seine handwerklichen Fähigkeiten im Rahmen von professionellen Dienstleistungen anbieten, ist es von Vorteil, eine entsprechende Ausbildung vorweisen zu können.
Wenn man aber lediglich im eigenen Zuhause kleinere Reparaturen und Renovierungen nach dem eigenen Geschmack kostengünstig vornehmen möchte, muss man nicht geprüft sein oder extra einen Lehrgang besucht haben. Es schadet allerdings auch nicht, wenn man den ein oder anderen Hobby-Heimwerker-Kurs besucht, um gerade als Anfänger zu wichtigen Themengebieten mehr Erfahrungen zu sammeln. So vermeidet man auch Fehler, die einem im Nachhinein vielleicht teuer zu stehen kommen könnten. Wer also mit Leidenschaft bei der Sache ist und sich für bestimmte Dinge in Sachen Heimwerken besonders stark interessiert, kann für wenig Geld solche Kurse in Anspruch nehmen und sich so auch mehr Selbstbewusstsein als Heimwerker verschaffen.

Meist werden solche Kurse vom Profi selbst gehalten, sodass man hier die Möglichkeit hat, wichtiges Fachwissen vorab zu erlangen. Möchte man keinen Kurs besuchen, kann man alternativ auch vor den ersten eigenen Projekten Profis um Rat und Fachwissen zu bitten. Diese findet man oft in der eigenen Nachbarschaft, Bekanntschaft oder Verwandtschaft. Es ist auch möglich, sich den ein oder anderen Trick abzuschauen, wenn man doch einmal einen Handwerker professioneller Art engagieren muss.

Überlegungen zur Sicherheit auf dem Weg zum Heimwerker

Die meisten Unfälle passieren zuhause bei Haushalts- und vor allem Heimwerkerarbeiten. Daher ist es auch als autodidaktischer Heimwerker unbedingt notwendig, sich vor dem Beginn erster Projekte über die richtigen Sicherheitsmaßnahmen zu informieren. Zum einen ist hier logisches Denken gefragt, zum anderen können aber auch bestimmte Sicherheitsprodukte benötigt werden.

Gefahren für Kinder und andere Haushaltsmitglieder vermeiden

Besonders vor Kindern jeden Alters sollte der Heimwerksbereich gesichert werden, da diese Werkzeuge übersehen oder Gefahren nicht erkennen und sich so verletzen könnten. Auch für den Heimwerker selbst ist es eine Gefahr, wenn beispielsweise Kabel plötzlich gespannt und Geräte daher aus ihrer Position gebracht werden. Für einen Haushalt mit Kindern kann es auch von Vorteil sein, einen abschließbaren Ort für scharfe Werkzeuge zu finden.

Arbeitsschutz nicht vergessen!

Arbeitsschutz
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Beim Heimwerken hantiert man oft mit scharfen, gefährlichen Werkzeugen, die lebensbedrohliche Verletzungen und kleinere Wunden verursachen können. Daher ist Schutzkleidung zu jeder Zeit und bei jeder Aufgabe ein Muss. Schutzbrillen und Gehörschutz sollten sich genauso im eigenen Heimwerker-Arsenal wiederfinden wie Stahlkappenschuhe und schnittfeste Handschuhe. Um die eigene Kleidung zu schützen, erweist sich auch robuste Arbeitskleidung als besonders hilfreich. Arbeitsschutz ist beim handwerken das A und O.

Sturzgefahren minimieren und umgehen

Häufige Unfälle beim Heimwerken haben mit Stürzen zu tun, die durch Leitern oder auch Kabel hervorgerufen werden können. Muss man also Aufgaben an höher gelegenen Elementen ausführen, sollte zunächst für einen stabilen, breiten Stand gesorgt werden, den niemand sichern muss. Auch sollten überwiegend Akku-Elektrogeräte eingesetzt werden, um den Kabelsalat auf dem Boden als Stolpergefahr zu umgehen. Ist das nicht möglich, sollte man Kabel aus dem Weg schaffen, sie keinesfalls anspannen und bestenfalls auch mit einem neonfarbenen Schild versehen, um auf die Stolpergefahr aufmerksam zu machen.

Im Notfall auf sich aufmerksam machen

Passiert trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal etwas, muss man sich bemerkbar machen können, um eventuell Hilfe zu holen. Ein Handy oder Telefon sollte sich daher in der Reichweite befinden. Es ist auch gut, wenn sich Mitmenschen in unmittelbarer Nähe befinden, die man in einer Notlage ansprechen kann. Ist man ganz allein zuhause, sollte sich das funktionstüchtige Handy (es gibt auch robuste, günstige Modelle für den Bau) bestenfalls in der Hosentasche befinden, damit e im Notfall griffbereit ist.

Pausen einlegen und Müdigkeit vermeiden

Besonders gefährlich ist es, bei längeren Arbeiten und auftretender Müdigkeit keine Pause einzulegen. Ohne ausreichende Konzentration entstehen schnell gefährliche Situationen und die Gefahr, sich zu verletzen, wird deutlich höher. Geht es also um länger andauernde Arbeiten, sollte man mindestens alle 30 Minuten eine Pause einlegen – bei Arbeiten bei hohen Temperaturen im Freien sogar noch häufiger.

Heimwerker-Sortiment zulegen

Werkzeug
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Bevor man mit dem eigentlichen Heimwerken beginnen und seine Ideen umsetzen kann, braucht man nicht nur einen Plan in Sachen Vorgehensweise, sondern auch das nötige Material und vor allem passendes Werkzeug. Das bedeutet aber nicht, dass man so gut ausgestattet sein muss, wie ein Profi oder wie es die Baumarktregale vorschlagen. Einige wenige Produkte elektrischer Art reichen für den Anfang völlig aus. Denn mit der Zeit und immer anspruchsvolleren Aufgaben können einzelne Werkzeuge immer noch nachgekauft werden. Für den Anfang ist ein gut ausgestatteter Werkzeugkoffer von Vorteil, der neben Schraubenziehern und Schraubschlüsseln aller Art auch Wasserwaage, Maßband, Laubsäge und Hammer, aber auch viele Zangen mitbringt. Diese Handwerkzeuge reichen für den Anfang und kleinere Aufgaben völlig aus. Praktisch ist auch eine Akku-Bohrmaschine, beziehungsweise ein Akkuschrauber, der bei nahezu allen Heimwerker-Aufgaben zum Einsatz kommt. Beide Optionen kann man günstig in Baumarkt – oft auch im Angebot – erwerben.

Zusätzlich können bei Renovierungen auch folgende elektrische Werkzeuge sinnvoll sein:

  • Winkelschleifer
  • Kappsäge
  • Stichsäge
  • Es ist also gar nicht so schwer, selbst zum versierten Heimwerker zu werden. Mit etwas Interesse, Vorsicht und den richtigen Geräten wird gerade der Anfang leicht gemacht, sodass wichtiges Fachwissen und Erfahrungen schnell gesammelt sind. Zu beachten gilt auch, dass man mit seinen Aufgaben wächst. Man sollte sich also ruhig von Zeit zu Zeit etwas mehr zutrauen, um in seiner Arbeit selbstbewusster zu werden und neues Wissen zu erlangen.

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