Der Vorschlaghammer ist nicht nur ein einfacher Hammer, sondern ein Werkzeug, das mit seiner Masse und der beim Schwung erzeugten kinetischen Energie eine enorme Schlagkraft entwickelt. Diese Eigenschaft prädestiniert ihn für Arbeiten wie dem Durchbrechen von Beton oder Eintreiben von Pfählen.

INTERESSANT: Im Volksmund kennt man den Hammer auch unter den Namen Bello, Jakob, Mottek, Jackl oder Lehmann. 

Aufbau des Vorschlaghammers

  • Hammerkopf: 5 – 15 kg
  • Hammerstiel: 60 – 120 cm

Ganz typisch ist der schwere Hammerkopf, der meist aus widerstandsfähigem Stahl gefertigt ist, um den hohen mechanischen Belastungen standzuhalten, die während des Schlagens auftreten.

Vorschlaghammer mit Bahn und Finne
Vorschlaghammer mit Bahn und Finne | © eyewave / stock.adobe.com

Die Form des Kopfes kann variieren, doch in der Regel weist er eine zylindrische oder leicht abgeflachte Gestalt auf. Charakteristisch ist die Bahn auf der einen Seite des Kopfes, die quadratisch oder rund sein kann und entweder flach oder leicht gewölbt gestaltet ist. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hammerkopfes befindet sich die quer zum Stiel verlaufende, verrundete Finne.

Das Gewicht des Kopfes spielt natürlich eine entscheidende Rolle für die Schlagkraft des Hammers. Je nach Modell liegt der Wert jedoch gemäß der DIN-Norm 1042 zwischen 5 und 15 Kilogramm. 

HINWEIS: Aufgrund seines Gewichtes wird der Hammer mit beiden Händen geführt.

Vom Kopf des Hammers führt der Übergang nahtlos zum langen Hammerstiel. Dieser ermöglicht, starke Schläge zu erzeugen. Die Länge des Stiels kann ebenfalls wie das Gewicht variieren, liegt jedoch gemäß der Norm zwischen 60 und 120 Zentimetern.

Bei der Materialwahl für den Stiel trifft man häufig auf splitterfreie Harthölzer wie Esche oder Hickory. Diese sind für ihre Robustheit und Langlebigkeit bekannt. Allerdings gewinnen auch Stiele aus Glasfaser oder anderen robusten Kunststoffen immer mehr an Beliebtheit

Verschiedene Formen 

  • Kreuzhammer
  • Setzhammer

Ein Vorschlaghammer ist ein Schlagwerkzeug, das hauptsächlich durch seine Größe auffällt. Er besteht aus einer quadratischen Bahn und einer Finne, die orthogonal, quer zum Stiel verläuft. Bei vielen Modellen ist die Finne abgerundet, was dem Vorschlaghammer sein markantes Aussehen verleiht.

Wenn die Finne parallel zum Stiel ausgerichtet ist, verwandelt sich das Werkzeug in einen besonderen Typ des Vorschlaghammers, den sogenannten Kreuzschlaghammer. Diese Ausrichtung ermöglicht präzisere Schläge und wird unter anderem bei Bildhauerarbeiten eingesetzt.

Die Vielfalt des Vorschlaghammers endet hier jedoch nicht. Eine weitere Form ist der Setzhammer, der sich durch seine abgeschrägte und scharfkantige Finne auszeichnet. Diese dient als Schneide, was den Setzhammer unverzichtbar für die präzise Arbeit der Steinmetze macht.

Heute sind Vorschlaghämmer in vielen verschiedenen Formen und Größen erhältlich, um den unterschiedlichen Anforderungen der modernen Bauindustrie gerecht zu werden.

Vorschlaghammer mit 2 Bahnen

Vorschlaghammer mit zwei Schlagflächen
Vorschlaghammer mit zwei Schlagflächen | © donatas1205 / stock.adobe.com

Ein Vorschlaghammer mit zwei Bahnen ist eine weitere Variante, die sich durch ihre symmetrische Konstruktion auszeichnet. Die beiden Bahnen ermöglichen, mit beiden Seiten des Hammers zu arbeiten, ohne das Werkzeug drehen zu müssen. Das ist besonders nützlich beim Einschlagen von Pfählen, da es die Effizienz steigert und die Ermüdung reduziert. 

In seiner Form wird der Vorschlaghammer mit zwei Bahnen auch dem Fäustel zugeordnet, der wie ein Mini-Vorschlaghammer aussieht.

Unterschied Vorschlaghammer und Fäustel

Unterschiede in Bezug auf Stiellänge, Kopfgewicht, Hammerkopf und Einsatzgebiet machen deutlich, dass der Vorschlaghammer und der Fäustel für verschiedene Zwecke konzipiert sind.

Unterschied Vorschlaghammer und Fäustel
Der Stiel des Fäustels ist deutlich kürzer | © Jan de Wild / stock.adobe.com
EigenschaftVorschlaghammerFäustel
Stiellänge60-120cm26-30cm
Kopfgewicht5-15kg1-1,5kg
Hammerkopf1x Schlagfläche und 1x Finne,
abgewandelt auch mit 2 Schlagflächen
2 Schlagflächen
EinsatzgebietAbbrucharbeiten, Bolzen einschlagenSchlagen von Meißeln
DIN-NormDIN 1042DIN 6475

Einsatzgebiet und Verwendung des Vorschlaghammers

Bauindustrie: In der Bauindustrie kommt der Vorschlaghammer bei Abbrucharbeiten zum Einsatz, um Beton- oder Mauerwerkswände zu zerstören und große Gesteinsbrocken zu zerkleinern. 

Metallverarbeitung: In der Metallverarbeitung kann der Vorschlaghammer zum Formen und Biegen von Metall verwendet werden oder um Verbindungen herzustellen. Das ist auch bei Schmiedearbeiten besonders nützlich.

Landschaftsgestaltung und Gartenbau: Im Bereich der Landschaftsgestaltung und des Gartenbaus dient der Hammer, um Pfosten für Zäune, Pflöcke für Wege oder Steine für Mauern in den Boden zu treiben. Er erleichtert auch das Einbringen von stabilen Verankerungen.

Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang

Beim Umgang mit einem Vorschlaghammer sollten gewissen Sicherheitsmaßnahmen unbedingt beachtet werden. Stellen Sie sich nur einmal vor, was passieren kann, wenn man bei vollem Schlag nicht ausreichend geschützt ist und der Schlag daneben geht.

Persönliche Schutzausrüstung: Tragen Sie immer eine geeignete Schutzausrüstung! Dazu gehören Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen, eine Schutzbrille, Schutzhandschuhe, einen Helm und gegebenenfalls einen Mundschutz (bei starker Staubentwicklung). Bekannte Anbieter wie Oregon, Stihl und Einhell bieten Sicherheitskleidung auf Deutschlands bekanntester Plattform – hier können Sie sich einen Überblick verschaffen.

Stabiler Stand: Stellen Sie sicher, dass Sie einen stabilen Stand haben, indem Sie Ihre Füße schulterbreit auseinander platzieren. Das gibt Ihnen Balance und Stabilität.

Richtige Griffhaltung: Halten Sie den Hammergriff mit beiden Händen fest, um die Kontrolle über das Werkzeug zu behalten. Achten Sie darauf, dass Ihre Hände nicht zu nahe am Hammerkopf sind, um Verletzungen zu vermeiden.

Sicherheitsabstand: Achten Sie unbedingt darauf, dass sich keine Personen in Ihrer unmittelbaren Umgebung befinden. Halten Sie ausreichend Abstand, um niemanden durch herumfliegende Trümmerteile oder Fehlschläge zu verletzen.

Werkzeug prüfen: Überprüfen Sie den Vorschlaghammer regelmäßig auf Schäden oder lose Teile. Der Hammerkopf muss fest am Stiel befestigt sein und der Stiel darf keine Risse oder Brüche aufweisen.

Ermüdung:  Bei Unwohlsein oder Ermüdung sollte die Arbeit unterbrochen werden. Gönnen Sie sich eine Pause.

Schulung: Fühlen Sie sich im Umgang nicht sicher, können Sie an einem Lehrgang teilnehmen, um die richtige Technik zu erlernen. 

Kaufkriterien

  • Verarbeitung: Alle Teil sollten fest miteinander verbunden sein
  • Haptik: Keine scharfen Kanten
  • Ergonomie: Liegt der Hammer gut in der Hand?
  • Qualitätsstandard: DIN-Norm 1042, Herstellerkennzeichnung, TÜV-geprüft

Möchten Sie einen Vorschlaghammer kaufen, dann sollten Sie auf eine feste Verbindung aller Teile, eine angenehme Haptik ohne scharfe Kanten und die Ergonomie achten. Der Hammer sollte gut in der Hand liegen. Markennamen wie Fiskar, Geodore, Picard und Mannesmann sind bekannt für ihre Qualität und Zuverlässigkeit. Allerdings lohnt auch immer ein Blick auf die Bestseller, um die Bewertungen und Erfahrungen der anderen Nutzer zu lesen.

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Ein guter Allrounder rund um Haus und Garten ist ein Vorschlaghammer mit einem Kopfgewicht von 5 kg.

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Gelernter Fußbodenleger (IHK), mit jahrelanger Erfahrung als Sanitär- und auch Vermessungstechniker. Dazu privater Bauherr mit eigenem Haus und Garten. Gründer und Chef-Redakteur von Heimwerkertricks.net