Die Glättkelle, auch bekannt als Glättscheibe, wird vor allem von Maurern, Gipsern und Fliesenlegern verwendet.

TIPP: In der Fachsprache wird die Glättkelle auch „Traufel“ genannt.

Aufbau Glättkelle

Die Glättkelle setzt sich aus einem rechteckigen Stahlblech zusammen, welches an einem Griff aus Kunststoff oder Holz befestigt ist. Standardmäßig haben Glättkellen eine Breite von 13 Zentimetern, wobei ihre Länge je nach Modell zwischen 28 und 60 Zentimetern variieren kann.

Glättkelle Varianten

Es gibt Glättkellen mit glatten Kanten und Modelle mit Verzahnung. Die Tiefe und Größe dieser Zähne wird in Millimetern angegeben, sodass man die Kellen in Kategorien wie grob, mittel sowie fein einteilen kann.

Insbesondere Fliesenleger schätzen Glättkellen mit beidseitiger Variante – Mit der glatten Seite lässt sich der Kleber auftragen, während die gezackte Seite dazu dient, dem Kleber Struktur zu geben und damit die optimale Basis für das Verlegen der Fliesen zu schaffen.

Hier noch ein kleiner Überblick:

Glatte Glättkelle

Die klassische Glättkelle ohne Zähne, oft auch als Putzkelle bezeichnet, dient als Basiswerkzeug für Spachtelarbeiten und Betonarbeiten. Sie ist ideal zum gleichmäßigen Auftragen und Abglätten von Gipsputz und Spachtelmasse. Dank der glatten Fläche lässt sich eine saubere und ebene Oberflächenstruktur erzeugen.

Glättkelle mit eckigen Zähnen

Wenn es um Fliesen- und Fußbodenkleber geht, ist diese Variante der Favorit. Die eckige Zahnung sorgt dafür, dass der Klebstoff in einer gleichmäßigen Struktur aufgetragen wird. Das schafft die perfekte Grundlage für professionelle Verlegearbeiten.

Glättkelle mit dreieckigen Zähnen

Hierbei handelt es sich um einen vielseitigen Helfer – insbesondere beim Auftragen von Klebe- und Armiermörteln für die Verlegung von Teppichböden oder dem Anbringen von Styropor und mineralischen Dämmplatten.

Dreieck-Spitzzahnung

Diese Variante ist eine spezielle Form der Glättkelle mit dreieckigen Zähnen und dient dem ähnlichen Einsatz.

Rund-Zahnung

Mit dieser Kelle trägt man optimal dickschichtigen Kleber auf, der als Basis für eine hohlraumfreie Verklebung von großformatigen Fliesen, wie Terakottafliesen, dient.

Vielseitige Anwendungen

Mit der Glättkelle lassen sich die unterschiedlichsten Arbeiten im Baubereich ausführen. Dabei dient die Kelle nicht nur dem Auftragen von Spachtelmasse oder Putz auf Wänden, sondern auch dem Glätten und Bilden von Strukturen.

Besonders bei Sanierungsarbeiten ist die Kelle gefragter denn je, um Risse oder Unebenheiten effektiv auszubessern und danach die Oberfläche zu glätten.

Besondere Form – Venezianische Glättkelle

Venezianische Glättekelle
Venezianische Glättkelle – Glatt wie ein Spiegel | © Niko_Dali / stock.adobe.com

Die venezianische Glättkelle stammt, wie der Name schon verrät, aus Italien und wird hauptsächlich für das Auftragen und Polieren von venezianischem Stuck, einem marmorhaltigen Putz, verwendet.

Ihre besondere Form, meist mit einem trapezförmigen Blatt und abgerundeten Ecken, ermöglicht ein gleichmäßiges Auftragen und detailliertes Verarbeiten des Materials. Damit lassen sich besonders glatte Oberflächen erzielen, die den natürlichen Glanz des marmorhaltigen Putzes hervorheben.

Material und Strukturierung

Das Metallblatt der Glättkelle besitzt eine Stärke von etwa ein bis zwei Millimetern und eignet sich daher hervorragend für unterschiedlichste Spachtelmassen. Wenn es darum geht, Wänden beim Verputzen eine besondere Struktur zu verleihen, ist die Glättkelle das ideale Werkzeug für präzise und gleichmäßige Ergebnisse.

Umgang mit der Glättkelle

Die Kelle, obwohl auf den ersten Blick einfach in der Anwendung, erfordert tatsächlich doch etwas Geschick und Übung. Deswegen ist sie bei Fachleuten häufiger im Einsatz als bei Heimwerkern. Während der Gebrauch im Bodenbereich noch relativ einfach ist, kann das Arbeiten an Wänden komplexer sein. Hier ist das richtige Gespür für Druck und Winkel entscheidend.

Doch das ist kein Grund, sich entmutigen zu lassen. Mit etwas Geduld kann jeder lernen, die Glättkelle effizient einzusetzen. Es ist daher ratsam, sich vorab gut zu informieren, eventuell Übungsvideos anzuschauen oder im besten Fall sogar eine Einweisung von einem Profi zu erhalten. Wie bei vielen handwerklichen Tätigkeiten gilt: Übung macht den Meister.

Vergleichen Sie ruhig die meistverkauften Glättkellen, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

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Pflege der Glättkelle

Eine Glättkelle ist ein Werkzeug, das sehr schmutzig wird. Deswegen sollte die Kelle auch nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden. Damit Sie auch lange etwas von dem Werkzeug haben, folgen hier einige Tipps:

Schmutz entfernen: Fliesenkleber, Spachtelmasse und Co. können schon sehr zäh sein. Versuch deswegen direkt nach dem Einsatz das restliche Material von der Kelle abzuklopfen.

Abspülen: Sind die groben Reste entfernt, lässt sich die Glättkelle unter fließendem Wasser reinigen. Dafür können Sie einen alten Handfeger oder eine Bürste nutzen.

Abtrocknen: Auch wenn die Kelle aus rostfreiem Stahl besteht, sollte das Werkzeug gründlich abgetrocknet werden. Damit verhindern Sie Flugrost und sorgen für die Haltbarkeit. Verwenden Sie ein altes Tuch.

Lagerung: Damit Sie auch hier der Rostbildung entgehen, wird die Kelle stets trocken gelagert.

Gelernter Fußbodenleger (IHK), mit jahrelanger Erfahrung als Sanitär- und auch Vermessungstechniker. Dazu privater Bauherr mit eigenem Haus und Garten. Gründer und Chef-Redakteur von Heimwerkertricks.net