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Schimmel: Ursachen und 5 Gegenmaßnahmen

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Schimmel entfernen
Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit führt schnell zu intensiver Schimmelbildung. - © absolutimages / stock.adobe.com

Für viele Mieter und Hausbesitzer stellt Schimmel ein großes Problem dar. Mit unseren fünf Tipps werden Sie ihn wieder los.

Schimmel in Haus und Wohnung ist ausgesprochen lästig. Er sieht unschön aus und gefährdet die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner. Zudem zieht er immer tiefer in die Tapete oder die Wände ein. Somit wird Schimmel schnell zu einer echten Gefahr für die Bausubstanz und das Gebäude an sich. Deswegen ist es wichtig, Ursachen für Schimmel frühzeitig zu eliminieren. Wenn der Schimmel bereits aufgetreten ist, helfen Reinigungsmittel, bei einer oberflächlichen Beseitigung. Tiefsitzenden Schimmel muss meist eine professionelle Firma entfernen. Danach ist es entscheidend, dass Sie die Schimmelursache nachhaltig aus der Welt schaffen.

Ursachen für Schimmel in der Wohnung eliminieren

Es gibt vielfältige Ursachen, die zu Schimmel in Haus und Wohnung führen können. Das Kernproblem ist jedoch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Es wird empfohlen, die Luftfeuchtigkeit im Wohnbereich zwischen 40% und 65% zu halten. Eine niedrigere Luftfeuchtigkeit als 40% wirkt sich negativ auf die Schleimhäute und die Lunge aus. Diese trocknen aus und können ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit fördert hingegen Schimmelbildung. Deswegen sollten Sie immer anstreben, die Luftfeuchtigkeit in einem verträglichen Maß zu halten.

Es stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, um gegen eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in den eigenen vier Wänden vorzugehen. Besonders effizient ist ein Luftentfeuchter. Dieser ist in der Lage, Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufzunehmen und zu binden. Hierdurch reduziert sich die Luftfeuchtigkeit in einem Raum und die Gefahr der Schimmelbildung ist nicht mehr so hoch.

In einigen Fällen ist es jedoch ausreichend, Feuchtigkeit durch Stoßlüften zu entfernen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn in einem Raum Wäsche zum Trocknen aufgehängt wird.

Nicht zuletzt nimmt richtiges Heizen Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit. Gerade im Winter kann durch das passende Heizverhalten dafür gesorgt werden, dass die Luftfeuchtigkeit in einem verträglich Rahmen bleibt.

Reinigungsmittel zur Schimmelbekämpfung

Schimmel entfernen - Reinigungsmittel
Mit den richtigen Reinigungsmitteln geht es dem Schimmel an den Kragen. – © dusk / stock.adobe.com

Oberflächlicher Schimmel kann von Bewohnerinnen und Bewohnern in der Regel selbst entfernt werden. Hierfür gibt es verschiedene Hilfsmittel und Strategien. Besonders effizient sind chemische Anti-Schimmel-Reinigungsmittel. Solche Schimmelentferner arbeiten häufig mit Fungiziden oder Chlor, die den Schimmel effizient entfernen. Chemische Reinigungsmittel bringen jedoch den Nachteil mit sich, dass sie die Gesundheit belasten können. So kann Chlor beispielsweise die Schleimhaut reizen und auch Fungizide sind nicht gesundheitsfördernd. Deswegen sollten Sie solche Mittel nur im äußersten Notfall, sehr sparsam und bei geöffneten Fenstern einsetzen. Zudem ist zu bedenken, dass der Geruch von Chlor nach dem Einsatz häufig noch viele Tage und teilweise Wochen später festzustellen ist.

Es gibt aber auch viele weniger aggressive Mittel, die sich als Schimmelentferner anbieten. Hierzu gehört zum Beispiel 70 prozentiger Alkohol. Dieser ist auch als medizinischer Alkohol bekannt und wird in Apotheken angeboten. Alternativ können Sie Brennspiritus verwenden. Hierbei müssen Sie aber darauf achten, dass dessen Alkoholkonzentration bei 70-80% liegt. Nur dann werden die Schimmelsporen tatsächlich abgetötet und können keinen Schaden mehr anrichten. Ein weiteres wirkungsvolles Mittel gegen Schimmel ist Wasserstoffperoxid.

Zu den effektiven Hausmitteln gehört Essig. Dieser eignet sich besonders dann, wenn der Schimmel von Keramik oder Metall entfernt werden soll. Hier kommt eine antibakterielle Wirkung zum Tragen.

Bei altem Schimmel müssen Sie meist eine professionelle Firma hinzuziehen

In einigen Fällen ist der Schimmel nicht nur oberflächlich, sondern hat sich bereits tief in die Tapete oder die Wand eingegraben. In einem solchen Fall reicht es nicht mehr aus, mit klassischen Hausmitteln gegen den Schimmel vorzugehen. Hierdurch würde lediglich die oberste Schicht entfernt werden, der Schimmel an sich bliebe aber erhalten. Deswegen ist es in einem solchen Fall ratsam, eine professionelle Firma mit der Schimmelentfernung zu beauftragen.

Das ist auch im Namen der Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner dringend angeraten. Denn vor allem schwarzer Schimmel kann teilweise sehr heftige Reaktionen auslösen und die Gesundheit negativ beeinträchtigen. Deswegen sollte großflächiger Schimmel nicht nur halbherzig entfernt, sondern professionell beseitigt werden. Zudem haben solche Firmen die Möglichkeit, besonders effizient und minimalinvasiv zu arbeiten. Das bedeutet, dass häufig wenig Aufwand betrieben werden muss, um den Schimmel zu entfernen. Eine Beeinträchtigung der Bewohnerinnen und Bewohner wird somit weitestgehend vermieden.

Nach der Entfernung die Schimmelursache aus der Welt schaffen

Für die Entstehung von Schimmel gibt es immer Ursachen. Das können zum Beispiel Baumängel oder undichte Fenster sein. Diese lassen Feuchtigkeit in einen Raum eindringen, die die Schimmelbildung dann fördert. Deswegen ist es nicht damit getan, einen vorhandenen Schimmelpilz einfach nur zu entfernen. Ebenso wichtig ist es, genau zu ermitteln, wie es zu der jeweiligen Schimmelbildung gekommen ist. Nur so lassen sich die entsprechenden Ursachen bestimmen und aus der Welt schaffen.

Bei undichten Fenstern gibt es zum Beispiel verschiedene Lösungen, um die Fenster abzudichten. Sollte all das nicht helfen, muss über den Austausch der jeweiligen Fenster nachgedacht werden. Denn es bringt nichts, einen immer wieder auftretenden Schimmel stoisch zu beseitigen. Vielmehr sollten Sie die einmal ermittelten Ursachen für die Schimmelbildung ernst nehmen und aktiv dagegen vorgehen.

Bei der Schimmelentfernung unbedingt Schutzkleidung tragen

Wenn Sie Schimmel in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung selbst entfernen wollen, sollten Sie hierbei unbedingt Schutzkleidung tragen. Diese sorgt dafür, dass Ihre Gesundheit bestmöglich geschützt ist und dass Sie sich bei der Schimmelbekämpfung nicht selbst gefährden. Ein absolutes Minimum sind Handschuhe. Diese verhindern, dass Sie beim Auftragen von Reinigungsmitteln oder Alkohol mit dem Schimmel oder aggressiven Flüssigkeiten in Kontakt kommen. Eine solche Berührung führt dazu, dass Sie Schimmelsporen an den Fingern haben oder die oberste Hautschicht angegriffen wird. Beides gilt es unbedingt zu vermeiden.

Ferner ist es angeraten, eine Atemmaske oder einen anderen Atemschutz zu tragen. Bei Schimmel handelt es sich um einen Pilz, der sich durch Sporen verbreitet. Diese Sporen werden auch über die Atemluft weitergegeben. Wenn sie zu viele dieser Sporen einatmen, kann das für Ihre Gesundheit sehr schädlich sein. Nicht zuletzt sollten Sie bei der Schimmelbekämpfung Kleidung tragen, die wenig anfällig ist und sich leicht reinigen lässt. Sämtliche Lappen und Schwämme, die Sie für die Beseitigung des Schimmels verwenden, sollten Sie danach in eine Plastiktüte geben und im Hausmüll entsorgen.

Foto1: © dusk / stock.adobe.com