Start Tipps & Tricks Tipps: Auto Garage planen: Der Weg zu Ihrer Traumgarage

Garage planen: Der Weg zu Ihrer Traumgarage

Garage planen
Richtig geplant, integrieren sich Garagen auch optisch perfekt ins Gesamtbild von Haus und Grundstück - © bubutu / stock.adobe.com

Wer eine Garage plant, muss allerhand bedenken. Die wichtigsten Punkte habe ich für Sie einmal zusammengefasst.

Eine Garage bringt einige Vorteile mit sich. So bietet eine Garage zusätzlichen Stauraum und macht sich positiv in der KfZ-Versicherung bemerkbar. Zudem ist Ihr Auto darin sicher vor Wettereinflüssen geschützt – etwa vor Hagel- oder Sturmschäden. Hinzu kommt, dass eine gut gesicherte Garage Ihr Fahrzeug vor Autodieben schützt.

Übrigens: Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden im Jahr 2019 14.229 kaskoversicherte Autos in Deutschland gestohlen.

Ich habe vor einigen Jahren mit meinem Mann beschlossen, dass wir zu unserem Haus eine Garage bauen wollen. Dabei sind wir auf einige Dinge gestoßen, die es bei der Planung zu bedenken gilt. Denn es gibt verschiedene Bauarten und je nach Größe der Garage muss auch ein entsprechendes Fundament her. Zudem gibt es gesetzliche Bestimmungen, die in den einzelnen Bundesländern variieren.

Ist eine Baugenehmigung für den Bau einer Garage notwendig?

Als ersten Schritt bei der Planung einer Garage sollten Sie sich ganz genau überlegen, wie groß Ihre Garage (Einzelgarage oder Doppelgarage) werden soll und wo Sie sie platzieren möchten. Anschließend sollten Sie sich bei der zuständigen Baubehörde über die gesetzlichen Regelungen für den Bau einer Garage informieren. Je nach Bundesland ist dafür nämlich eine Baugenehmigung erforderlich. Und selbst, wenn Sie keine Baugenehmigung benötigen, müssen Sie sich an bestimmte baurechtliche Vorgaben halten, die Sie dann vor Ort erfragen können.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen schon einmal einen ersten groben Überblick, ob Sie eine Baugenehmigung benötigen:

BundeslandGrundflächeWandhöheGrenzbebauung
Baden-Württembergmax. 30 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Bayernmax. 50 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Berlinmax. 30 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Brandenburgmax. 50 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Bremenmax. 50 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Hamburgmax. 50 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Hessenmax. 50 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Mecklenburg-Vorpommernmax. 30 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Niedersachsenmax. 30 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Nordrhein-Westfalenmax. 30 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Rheinland-Pfalzmax. 50 m²max. 3,20 mmax. 12,00 m
Saarlandmax. 36 m²max. 3,00 mmax. 12,00 m
Sachsenmax. 50 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Sachsen-Anhaltmax. 50 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m
Schleswig-Holsteinmax. 20 m²max. 2,75 mmax. 9,00 m
Thüringenmax. 40 m²max. 3,00 mmax. 9,00 m

Fertiggarage oder Garage in Massivbauweise?

Ob Sie sich für eine Fertigbaugarage entscheiden oder doch lieber für eine Garage in Massivbauweise, bleibt Ihnen überlassen. Letztlich ist es auch eine Frage des Geldes und des Geschmackes.

Fertigbaugaragen sind meist deutlich günstiger als Garagen in Massivbauweise. Aber auch bei den Fertiggaragen gibt es Preisunterschiede – je nach Material, Größe, Ausstattung und Hersteller. Meist handelt es sich dabei um Fertiggaragen aus Beton oder (verputztem) Stahl. Sie kommen den Garagen in Massivbauweise in der Optik schon sehr nahe, aber können Sie auch qualitativ mit den massiven Garagen mithalten?

» Tipp: Sie haben sich für eine Fertiggarage entschieden? Im Internet finden bekommen Sie auch Hilfe bei der Suche nach einem empfehlenswerten Hersteller von Fertiggaragen.

Vorzüge und Nachteile der verschiedenen Garagen

Garagen in Massivbauweise sind für viele das Nonplusultra. Die Fertiggaragen aus (verputztem) Stahl und Beton können aber auch mit einigen Vorzügen dienen.

Fertiggarage aus StahlFertiggarage aus BetonGemauerte Garage in Massivbauweise
schneller Aufbau innerhalb eines Tages
geringes Gewicht, dennoch massive Konstruktion
witterungsbeständiges Dach
sehr dünne Wände, dadurch mehr Raum
unkomplizierte Mängelbeseitigung durch Austausch einzelner Elemente möglich
kann bei Umzug theoretisch mitgenommen werden
Haltbarkeit: 20 – 40 Jahre
großes Angebot
schneller Aufbau (Lieferung in einem Teil)
geringe Wandstärke, dadurch mehr Platz
hohe Traglast des Daches, dadurch auch als Balkon oder Terrasse nutzbar
Haltbarkeit: ca. 20 – bis 25 Jahre
freie Gestaltungsmöglichkeiten
sehr stabile Bauweise, dadurch auch Balkon oder Terrasse darauf möglich
bessere Belüftung als in Fertiggaragen
gute Wärmedämmung
enorme Haltbarkeit – im Prinzip ein Leben lang
Wandmontagen in der Garage nur bedingt möglich
keine Wärmedämmung möglich
anfällig für Schwitzwasser und Korrosion
Feuchtigkeit in der Garage kann zu Schimmel und Rost an gelagerten Dingen führen
Setzrisse möglich
unzureichende Belüftung, dadurch Bildung von Schwitzwasser
Feuchtigkeit kann zu Schimmel und Rost an gelagerten Dingen führen
langfristig Neigung zu Rissen, dadurch erhöhte Sanierungsanfälligkeit
keine Dachneigung, dadurch steht oft Wasser auf dem Dach und kann die Garage undicht machen
Zufahrtsweg muss schwerlasttauglich sein
große Wandstärke, sodass Platz verloren geht
Bau der Garage ist zeitaufwendig
hohe Anschaffungskosten im Vergleich zu Fertiggaragen

Das Fundament muss zur Garage passen

Haben Sie sich für die passende Bauweise Ihrer Garage entschieden, geht es an die Planung des Fundaments. Hierbei haben Sie die Wahl zwischen drei verschiedenen Arten:

  • Punktfundament
  • Streifen- oder Ringfundament
  • Bodenplatte

Punktfundament

Punktfundament
Quelle: © stock.adobe.com

Das Punktfundament ist die einfachste und auch die günstigste Form des Fundaments. Hierbei werden je nach Länge mehrere Fundamentsäulen mindestens in 80 Zentimeter Tiefe gesetzt.

Punktfundamente eignen sich hervorragend für Carports, können aber auch bei leichten Garagen aus Stahl eingesetzt werden.

Streifen- oder Ringfundament

Streifenfundament
Quelle: © stock.adobe.com

Das Streifenfundament – wie auch das Ringfundament – folgt dem Verlauf der tragenden Mauern. Auch dieses Fundament muss in mindestens 80 Zentimeter Tiefe gesetzt werden.

Streifen und Ringfundamente eignen sich besonders gut für Fertiggaragen aus Beton, da diese bereits über eine integrierte Bodenplatte verfügen.

Bodenplatte

Bodenplatte
Quelle: © stock.adobe.com

Die Bodenplatte ist deutlich teurer als die beiden anderen Fundamente. Sie wird in einem Stück gegossen. Dadurch kann sich die Last auf eine größere Fläche verteilen, sodass die Bodenplatte deutlich stabiler ist als die anderen Fundamentarten.

Bodenplatten eignen sich besonders für massive Garagen, können aber auch bei Fertiggaragen verwendet werden.

Welches Tor für Ihre Garage?

Was nützt Ihnen die beste Garage ohne das passende Garagentor? Auch hier haben Sie wieder verschiedene Möglichkeiten – angefangen beim klassischen Flügeltor bis hin zum Sektionaltor. Hier sollten Sie wirklich nicht am falschen Ende sparen und in ein hochwertiges Garagentor investieren, welches einen optimalen Schutz vor Einbrechern bietet. Am besten wenden Sie sich hierzu an einen seriösen Fachhändler wie zum Beispiel Normstahl. Im Web können Sie schon vor dem Kauf wichtige Fragen zu den Gartentoren klären.

Flügeltor

Flügeltor
© Ayamap / stock.adobe.com

Flügeltore sind die Klassiker unter den Garagentoren. Sie bestehen aus zwei nach außen schwingenden Türen, die sich zur Mitte hin schließen.

Heute werden solche Tore nur noch selten verbaut, da sich die folgenden Garagentorarten zunehmend durchgesetzt haben.

Rolltor

Rolltor
© Ayamap / stock.adobe.com

Ein Rolltor funktioniert im Prinzip wie eine Jalousie am Fenster. Es besteht aus einzelnen Lamellen, die in einem Lamellenpanzer über dem Türsturz aufgerollt sind. Über eine Führungsschiene können die Lamellen aufgerollt und auch wieder abgerollt werden.

Schwingtor

Schwingtor
© Ayamap / stock.adobe.com

Ein Schwingtor besteht aus einem einteiligen Torflügel, der über seitliche Hebelarme und Stahlfedern verfügt. Seinen Namen verdankt dieses Garagentor der Tatsache, dass es beim Öffnen nach vorn und nach oben schwingt.

Sektionaltor

Sektionaltor
© Ayamap / stock.adobe.com

Das Sektionaltor besteht aus mehreren Sektionen, die über Scharniere miteinander verbunden sind. Durch Rollenhalter werden diese in einer 90-Grad-Zarge geführt. Hier haben Sie die Wahl zwischen zwei Ausführungen.

  • Deckensektionaltor: Hierbei wird das Garagentor unter die Decke geschoben.
  • Seitensektionaltor: Hierbei öffnet sich das Garagentor, indem man es wie bei einer Schiebetür zur Seite schiebt – an der Wand entlang.

Vorteile und Nachteile der Gartentorarten

FlügeltorRolltorSchwingtorSektionaltor
einfach zu bedienen
manueller und elektrischer Betrieb möglich
kein Platzbedarf vor der Garage oder an der Garagendecke
Konstruktion bietet guten Einbruchschutz
gute Dichtigkeit
manueller und elektrischer Betrieb möglich
Einbau einer Schlupftür möglich
einfache und solide Konstruktion
Einbau von Fensterelementen und Schlupftoren möglich
recht leise
hoher Einschschutz
gute Dichtigkeit
manueller und elektrischer Betrieb möglich
hoher Platzbedarf vor der Garage
Schnee kann Öffnung behindern
Öffnen und Schließen dauert verhältnismäßig lange
dichtet vergleichsweise schlecht ab
nicht für den manuellen Betrieb geeignet
relativ laut
nicht sehr langlebig
relativ teuer
kann im Winter vereisen
kein Einbau einer Schlupftür möglich
relativ hoher Platzbedarf vor der Garage
im elektrischen Betrieb laut
manueller Betrieb kraftaufwendig
geringer Einbruchschutz
nimmt Platz an der Garagendecke weg
keine hohe Dichtigkeit
kann im Winter vereisen
recht teuer in der Anschaffung
kann im Winter vereisen
manueller Betrieb kraftaufwendig