Ein geübter Maurer benötigt nur einen präzisen Schlag mit seinem Maurerhammer, um Steine, Ziegel oder Natursteine in die gewünschte Form zu bringen. Aber was macht den Maurerhammer so besonders effizient und einzigartig? Die Antwort liegt in seinem durchdachten Aufbau.

Aufbau des Maurerhammers

  • Hammerkopf
  • Keil/ Ringhülse
  • Schlagschutz
  • Hammerstiel

Der Maurerhammer ist ein spezielles Werkzeug, dessen Kopf aus gehärtetem Stahl gefertigt ist. Er zeichnet sich durch eine flache, quadratische Schlagfläche aus, die ideal zum Bearbeiten von Materialien ist. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine dünne, gerade Kante, die quer zum Stiel verläuft und einem Meißel ähnelt.

TIPP: Mit einem Gewicht von etwa 600 Gramm bietet der Kopf eine ideale Balance zwischen Schlagkraft und Handhabung.

Die Verbindung zwischen Kopf und Stiel, auch als Auge bezeichnet, wird durch einen Holz- oder Metallkeil verstärkt. Dieser Keil gewährleistet eine stabile Verbindung zwischen Kopf und Stiel und kann zusätzlich durch eine Ringhülse geschützt sein.

Direkt unter dem Hammerkopf befindet sich idealerweise der Schlagschutz. Obwohl er nicht unbedingt notwendig ist, ist er doch sehr nützlich, um Schäden am Stiel zu verhindern, insbesondere wenn ein Schlag einmal daneben geht.

Der Stiel des Maurerhammers ist typischerweise eher kurz, aber robust, was zu seiner kompakten Erscheinung beiträgt. Er ermöglicht eine sehr präzise Handhabung und kann aus verschiedenen Materialien wie robustem Holz – beispielsweise Hickory oder Esche -, Fiberglas oder Stahl gefertigt sein. Diese Materialien tragen zur Langlebigkeit und Effizienz des Maurerhammers bei.

Eine Besonderheit: Einige Maurerhämmer sind aus einem Stück Stahl geschmiedet, was ihnen eine hohe Haltbarkeit und Kraft verleiht. Der Stiel, nach dem Prinzip einer Stimmgabel gestaltet, kann bis zu fünfmal mehr Schlagenergie absorbieren als ein herkömmlicher Holzstiel, was die Arbeitseffizienz erheblich steigert.

Verschiedene Arten von Maurerhämmern und ihr Verwendungszweck

  • Maurerhammer Berliner Form
  • Maurerhammer Rheinische Form
  • Maurerhammer Münchener Form
  • Maurerhammer Holländische Form
  • Maurerhammer Amerikanische Form
  • Maurerbeil oder Gipserbeil
  • Grundsteinhammer

Wenn es nur einen geben würde, wäre es ja fast langweilig. In Deutschland sind die Berliner und die Rheinische Form am bekanntesten, während die Münchener, Holländische, Dänische und Amerikanische Form weniger in den Werkzeugkisten zu finden sind.

Berliner Form

Die Berliner Form des Maurerhammers, wie im Titelbild zu sehen, zeichnet sich durch den flachen, aber breiten hinteren Teil des Hammerkopfes aus. Sie ermöglicht die Bearbeitung größerer Steine mit einer größeren Fläche und verfügt über einen seitlich angebrachten Nagelheber.

Rheinische Form

Maurerhammer Rheinische Form
Maurerhammer Rheinische Form | © pilotl39 / stock.adobe.com

Die Rheinische Form hingegen hat einen weniger flachen und breiten hinteren Teil des Hammerkopfes. Dies erleichtert präzise Schläge, besonders bei der Arbeit mit kleineren Steinen.

Maurer- oder Gipserbeil

Maurerbeil – Gipserbeil
Maurerbeil – Gipserbeil | © lauro55 / stock.adobe.com

Das Maurer- oder Gipserbeil ist eine besondere Variante des Maurerhammers. Es zeichnet sich durch eine senkrechte, etwa 5 cm lange Beilschneide aus, die in einem größeren Winkel geschärft ist, um die Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Dieses Werkzeug ist besonders wirksam beim Abschlagen von altem Putz oder beim Bearbeiten von Bimssteinen (Leichtbetonsteinen).

Grundsteinhammer

Eine ganz spezielle Variante des Maurerhammers ist der Grundsteinhammer. Hierbei handelt es sich allerdings um einen kunstvoll gestalteten Maurerhammer, mit dem ein Bauherr die Grundsteinlegung feierlich vornimmt. Auch Geologen verwenden eine Art Maurerhammer, den sogenannten Schüfhammer, mit dem man jedoch keine Nägel herausziehen kann.

Für welche Arbeiten wird der Maurerhammer verwendet

  • Steine in Form schlagen / Steine zerschlagen
  • Abschlagen von Putz
  • Riefen schlagen (Sollbruchstelle in Stein)
  • Ziegel teilen/ entfernen
  • Mauersteine teilen/ entfernen
  • Herstellung von Mosaiken

Gewerbliche Verwendung

Maurerhämmer sind in der Bauindustrie und im Landschaftsbau weitverbreitet. Sie dienen zum Formen und Anpassen von Steinen oder Ziegeln und erweisen sich dank ihrer spitzen, meißelartigen Finne auch als effektives Werkzeug für Abrissarbeiten.

Doch ihre Vielseitigkeit geht noch weiter: In der Bildhauerei kommen Maurerhämmer ebenfalls zum Einsatz, wo sie zum Formen und Bearbeiten von Steinmaterialien genutzt werden.

Um einen tieferen Einblick in die Verwendung eines Maurerhammers zu bekommen, empfehle ich Ihnen, sich dieses hervorragende, wenn auch etwas ältere Video anzusehen.


Tipps zur richtigen Handhabung und Pflege

Richtig halten: 

Wie Sie einen Maurerhammer halten, hängt tatsächlich von der Aufgabe ab, die Sie erledigen. Wenn Sie beispielsweise meißeln, benötigen Sie eine feste, kontrollierte Griffweise, die Ihnen erlaubt, präzise und kraftvolle Schläge auszuführen. In diesem Fall ist es hilfreich, den Hammer etwas weiter oben am Stiel zu halten.

Andererseits, wenn Sie einen Nagel ziehen, können Sie den Hammer weiter unten am Stiel greifen, um mehr Hebelwirkung zu erzielen. Mit etwas Übung haben Sie den Dreh bald raus.

Sicherheit: 

Achten Sie stets darauf, dass Sie einen festen und stabilen Stand haben, um das Risiko von Stürzen zu minimieren. Außerdem sollten Sie sich immer bewusst sein, wo sich andere Personen befinden und einen gewissen Abstand zu ihnen einhalten, um mögliche Verletzungen durch umherfliegende Partikel zu vermeiden. Zudem hilft Ihnen selbst auch das Tragen von Handschuhen und einer Schutzbrille.

Richtige Technik: 

Schwingen Sie den Hammer aus dem Handgelenk und nicht aus dem Ellenbogen oder der Schulter. Dies ermöglicht präzisere Schläge und reduziert die Belastung der Gelenke.

Reinigen: 

Wischen Sie den Hammer nach jedem Gebrauch ab, um Schmutz und Feuchtigkeit zu entfernen, die Rost verursachen können.

Überprüfen: 

Kontrollieren Sie regelmäßig die Verbindung zwischen Hammerkopf und Stiel. Wenn diese locker wird, ersetzen Sie den Keil oder die Ringhülse oder investieren gleich in ein neues Werkzeug. Ein loser Hammerkopf kann zu schweren Unfällen führen.

Aufbewahrung:

Lagern Sie den Hammer an einem trockenen Ort, um Korrosion zu vermeiden und damit die Lebensdauer zu verlängern.

Kaufkriterien für den Maurerhammer

  • Verarbeitung: Alle Teil sollten fest miteinander verbunden sein
  • Haptik: Keine scharfen Kanten
  • Ergonomie: Liegt der Hammer gut in der Hand?
  • Qualitätsstandard: DIN-Norm 5108, Herstellerkennzeichnung, TÜV-geprüft

Beim Kauf eines Maurerhammers sollten Sie auf eine feste Verbindung aller Teile, eine angenehme Haptik ohne scharfe Kanten und die Ergonomie achten. Der Hammer sollte gut in der Hand liegen. Markennamen wie Bosch, Stanley und DeWalt sind bekannt für ihre Qualität und Zuverlässigkeit. Bei einem Blick auf die Bestseller kann man auch gleich die Bewertungen und Erfahrungen anderer Nutzer lesen.

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Gelernter Fußbodenleger (IHK), mit jahrelanger Erfahrung als Sanitär- und auch Vermessungstechniker. Dazu privater Bauherr mit eigenem Haus und Garten. Gründer und Chef-Redakteur von Heimwerkertricks.net