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Badewanne lackieren – Anleitung und Tipps

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Badewanne lackieren
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Wenn Ihre alte Badewanne unansehnlich geworden ist, können Sie eine neue kaufen, oder aber sich für die preiswertere Alternative entscheiden.

Sieht man der Badewanne das Alter an und ist nicht nur die Farbe blass und vergilbt, sondern auch Kratzer und Risse entstellen den Lack, ist es vorbei mit entspannten Badetagen und am liebsten möchte man eine neue Wanne. Doch das komplette Austauschen der Badewanne ist ein teurer und arbeitsaufwendiger Spaß.

Wenn Ihnen Ihre Badewanne nicht mehr gefällt, versehen Sie diese doch einfach mit einer neuen Lackschicht. Dann haben Sie nicht nur selbst Hand angelegt, sondern Baden macht endlich wieder Spaß. Wie beim Lackieren der Badewanne vorzugehen ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Badewanne lackieren – aber womit?

Hier bietet der Handel eine umfangreiche Auswahl. Es spricht nichts dagegen, die Badewanne in Ihrer Lieblingsfarbe zu lackieren. Daneben sind die Farben auch in verschiedenen Glanzgraden erhältlich. Von der hochglänzenden bis hin zur matten Badewanne ist also alles möglich.

Badewannenlack ist frei von Lösungsmitteln und besteht in der Regel aus zwei verschiedenen Komponenten. Anstrich und Versiegelung geschehen in nur einem Arbeitsgang. Die Packungsgrößen sind auf normale Badewannen abgestimmt, so dass Sie nicht lange rätseln müssen, wie viel Farbe Sie eigentlich brauchen. Die Produkte sind meist sehr gut deckend und es wird nur ein Anstrich notwendig sein. Wenn Sie allerdings eine braune Badewanne weiß lackieren möchten, kann die Anschaffung eines weiteren Sets Badewannenlack notwendig werden.

Tipp: Acrylwannen erfordern eine spezielle Grundierung, welche separat erworben werden muss.

Badewanne selbst lackieren – Vor- und Nachteile

VorteileNachteile
  • Alte Badewannen lassen sich optisch aufwerten und die Anschaffung einer neuen Wanne wird überflüssig.
  • Gegenüber der Neuanschaffung ist das Lackieren der Badewanne eine preisgünstige Alternative.
  • Der Kunde erhält eine umfangreiche Farbauswahl, so dass die Badewanne perfekt dem übrigen Interieur angepasst werden kann.
  • Die Lackierfarbe und das benötigte Werkzeug müssen angeschafft werden.
  • Es ist sauber und korrekt zu arbeiten, damit nicht auch die Wand oder der Fußboden einen ungewollten Anstrich erhalten.
  • Nicht immer lässt sich bei einmaliger Anwendung eine gleichmäßige Oberfläche erzeugen.
  • Badewanne lackieren – was wird gebraucht?

    • Scheuermittel
    • Kalklöser
    • Schleifpapier
    • Pinsel
    • Farbrolle

    • Farbwanne
    • Fugemesser
    • Abdeckfolie
    • Klebeband
    • Handschuhe

    Badewanne lackieren – Schritt für Schritt Anleitung

    1. Vorbereitungsarbeiten
    2. Reinigung der Wanne
    3. Grundierung (nur bei Acrylwannen)
    4. Lackauftrag
    5. Nacharbeiten

    ➨ Die Vorbereitung

    Der Lack sollte vor seiner Verwendung etwa einen Tag bei Zimmertemperatur gelagert werden, damit er sich gut verarbeiten lässt und nicht zu fest erscheint oder klumpt. Für das Aushärten des Lacks wird übrigens über einen Zeitraum von knapp einer Woche eine konstante Raumtemperatur von etwa 24 Grad empfohlen. Die Luftfeuchte sollte dabei bei etwa 50 Prozent liegen.

    Während des Lackauftrags darf es nicht zu Staubentwicklung im Raum kommen. Entfernen Sie daher Gardinen oder Handtücher und tragen selbst auch fusselfreie Bekleidung.

    Alle Flächen, die keinen neuen Anstrich erhalten sollen, sind sorgfältig abzukleben. Die Armatur verschwindet am besten in einem Plastikbeutel, dann kann sich auch kein Wassertropfen lösen. Die Silikonfugen werden ebenfalls abgeklebt oder aber entfernt, wenn anschließend neu verfugt werden soll.

    Achtung: Der Lack haftet nicht auf Silikon. Es dürfen beim Entfernen des Silikons keine Abfälle in das Wanneninnere gelangen.

    ➨ Am Anfang steht die Reinigung

    Zunächst wird die Badewanne entkalkt. Ein besonders wirkungsvoller Entkalker ist Zitronensäure. Entsprechende Produkte werden in Wasser gelöst und in die Wanne gegeben. Die Lösung wird nun mit einem Schwamm oder einer Bürste gut in der Badewanne verteilt und sollte etwa eine Viertelstunde einwirken.

    Tipp: Bei der Entkalkung sollten Handschuhe getragen werden. Schützen Sie auch Ihre Augen!

    ➨ Schleifen und Ausbessern

    Die Badewanne wird zunächst mit grobem Schleifpapier und anschließend mit feinem Schleifpapier bearbeitet. Es dürfen keine rauen Stellen mehr vorhanden sein. Die Wanne ist nach der Entkalkung gründlich auszuwaschen und muss komplett abtrocknen können. Zur Sicherheit sollte die trockene Wanne nochmals ausgewischt werden, bevor mit dem Auftrag des Lacks begonnen wird.

    ➨ Der Lackauftrag

    Der Lack wird entsprechend den Angaben des Herstellers vorbereitet. Um ihn besser verarbeiten zu können, wird der angemischte Lack in eine Farbwanne gegeben. Der Auftrag kann wahlweise mit Pinsel oder Farbrolle erfolgen. Dabei ist besonders zügig zu arbeiten. Mit der Farbrolle lässt sich schneller und effizienter arbeiten. Unter Umständen wird es nötig sein, eine weitere Lackschicht aufzubringen.

    Die Badewanne ist nach dem Auftrag besonders sensibel und nimmt jedes Staubkorn auf. Damit der Lack gleichmäßig aushärtet, sollte jegliche Staubentwicklung im Raum unterbunden werden. Nach etwa fünf Stunden kann Staub der Beschichtung nichts mehr anhaben.

    ➨ Maßnahmen nach dem Lackieren

    Während der Lack trocknet, sollte im Badezimmer nicht gelüftet werden. Etwa einen Tag nach dem Farbauftrag können die angebrachten Klebebänder entfernt werden. Bevor die Wanne wieder wie gewohnt benutzt werden kann, müssen sich Heimwerker noch weitere fünf Tage in Geduld üben. Während dieser Zeit darf auf keinen Fall Wasser in die Wanne laufen.

    Tipp: Stellen Sie die Wassertemperatur beim ersten Baden nicht zu hoch, damit durch die auftretende Spannung keine Risse entstehen.

    Wurde die alte Fugenmasse entfernt, steht nun die Neuverfugung an. Die Silikonmasse wird gleichmäßig in der Fuge verteilt und anschließend glatt gestrichen. Mit einem Fugenglätter lässt sich die Fuge problemlos abdichten.