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Dusche im Garten – So richten Sie einen Duschplatz ein

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Gartendusche
© Africa Studio - Fotolia.com

Wer sich einen Duschplatz im Garten einrichten möchte, muss im Vorfeld einige Faktoren bedenken. Welche das sind und wie Sie Ihre Gartendusche anlegen, erfahren Sie hier.

An heißen Tagen hält es uns nicht in der Wohnung. Im Garten ist es einfach schöner – doch irgendetwas fehlt. Die Erfrischung im Pool kann nicht jeder genießen, denn viele Gärten sind einfach zu klein, um einen Pool aufzustellen oder gar fest zu installieren. Wer sich alternativ einen Duschplatz im Garten anlegt, wird von Zeit zu Zeit auch auf kleinem Raum eine willkommene Erfrischung genießen können. Wir verraten Ihnen, worauf es bei der Aufstellung und Installation einer Gartendusche ankommt und wie der ideale Duschplatz aussehen sollte.

Welche Duschen können installiert werden?

Sie haben vielleicht bereits ein Bild von Ihrem neuen Duschplatz im Freien im Kopf. Zunächst gilt es, sich für eine Dusche zu entscheiden. Hierbei stehen generell zwei Möglichkeiten zur Wahl.

1. Unkompliziert und schnell im Einsatz – die mobile Dusche

Für das schnelle, allerdings auch kurzzeitige Duschvergnügen eignen sich mobile Duschen. Diese vorrangig für den Einsatz beim Camping konzipierten Geräte lassen sich im Prinzip an jedem Ort aufstellen und sind mit einem Wassertank ausgestattet. Dieser besitzt jedoch ein begrenztes Fassungsvermögen. Hier liegt zugleich auch der größte Nachteil der mobilen Duschen. Bei einem Fassungsvermögen zwischen fünf und 30 Litern ist die Erfrischung nur von kurzer Dauer. Wer es nicht allzu kühl mag, wird zudem oft mehrere Stunden ausharren müssen, bis die Sonne das Wasser im Tank auf eine für ihn angenehme Duschtemperatur erwärmt hat.

Eine mobile Dusche, die weit besser für den heimischen Garten geeignet ist, lässt sich an den Gartenschlauch anschließen und mit einem Erdspieß unkompliziert im Boden fixieren. Das Duschvergnügen lässt sich mit diesen Modellen beliebig ausdehnen. Die Duschen lassen sich, im Radius des Gartenschlauchs, ebenfalls an jedem beliebigen Ort im Garten platzieren.

2. Aufwendiger aber solide und ansprechend – die fest installierte Dusche

Sie möchten die Dusche im Garten nicht missen? Dann lassen Sie sich nicht auf den Kompromiss der mobilen Dusche ein und entscheiden sich für ein fest installiertes Modell. Die Duschen sind solide in der Ausführung und bestehen meist aus Holz oder Edelstahl. Der Anschluss erfolgt ebenfalls über den Gartenschlauch.

Tipp: Wer gerne etwas wärmer duscht, der wählt eine Solardusche. Das Sonnenlicht heizt das in einem Tank befindliche Wasser auf und vermischt es mit kaltem Wasser.

Wer für Gartenduschen etwas mehr ausgibt, profitiert auch von zusätzlichem Komfort. So können die Duschen, mit speziellen Massagedüsen ausgestattet, auch als Regenwald-Dusche genutzt werden.

Vor- und Nachteile von mobilen und fest installierten Duschen

Art der Dusche
VorteileNachteile
mobile Dusche
  • Mobile Duschen lassen sich schnell auf- und wieder abbauen und an beliebigen Orten aufstellen.
  • Die Anschaffung ist preiswert und die Installation mit wenigen Handgriffen abgeschlossen.
  • Die mobile Dusche ist wenig stabil und wird nur mittels Erdspieß im Boden verankert.
  • Viele Modelle besitzen nur einen kleinen Wassertank, welcher das Duschvergnügen einschränkt.
  • fest installierte Dusche
  • Die fest installierte Dusche ist stabil und optisch attraktiv.
  • Meist bestehen die Duschen aus edlen Hölzern und Edelstahl und fügen sich sehr gut in die natürliche Umgebung des Gartens ein.
  • Verschiedene zusätzliche Funktionen bieten Duschkomfort.
  • Fest installierte Modelle sind teurer in der Anschaffung und es bedarf eines gewissen Zeit- und Arbeitsaufwandes, um die Dusche aufzustellen.
  • Auch der Abbau ist nicht in wenigen Minuten erledigt.
  • Wohin mit dem Duschplatz?

    Der Duschplatz im Garten sollte mit Bedacht ausgewählt werden, besonders, wenn es sich um eine fest installierte Dusche handelt. Zunächst ist es wichtig, auf den Untergrund zu achten, schließlich kommt auf kleiner Fläche eine ganze Menge Wasser zusammen, wenn die Familie an heißen Tagen mehrmals unter die Dusche springt. Sie müssen also Vorkehrungen treffen, damit es nicht zu einer Überschwemmung kommt und die Pflanzen in den angrenzenden Beeten darunter leiden.

    Ein weiterer Gedanke gilt Ihnen selbst. Sie möchten sicher ungern vor Ihren Nachbarn duschen und sich dabei wie auf dem Präsentierteller fühlen. Daher benötigt jeder Duschplatz eine gewisse Abschirmung.

    Tipp: Sind bereits Hecken vorhanden, ist für einen natürlichen Schutz gesorgt. Soll der Duschplatz auf einer freien Fläche angelegt werden, können Rankgitter oder Weinlauben für geschütztes Duschvergnügen sorgen.

    Wie muss der Boden des Duschplatzes beschaffen sein?

    © olegbreslavtsev – Fotolia.com
    Eine Gartendusche direkt auf dem Rasen zu installieren, bringt Ihnen langfristig keine Freude. Der Boden wird schnell matschig und das Wasser schädigt die umliegenden Pflanzen.

    Hinweis: Die wenigsten Pflanzen im Beet können sich mit Staunässe anfreunden. Staunässe entsteht, wenn die Flüssigkeit nicht abfließen kann und die empfindlichen Wurzeln schädigt.

    Das Wasser muss also in den Boden, in sicherer Entfernung zu den Pflanzen im Beet, abgeleitet werden. Hierfür wird ein Sickerschacht angelegt. Der Boden ist zunächst etwa 80 Zentimeter tief auszuheben. Anschließend wird Kies auf den Boden aufgebracht. Für eine feste Standfläche beim Duschen können auf dieser Fläche nun Trittplatten verlegt werden. Dies sorgt zudem für einen sicheren Stand.

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    Welches Material und Werkzeug werden gebraucht?

    • Holz in passenden Abmessungen
    • Kies für den Sickerschacht
    • Schlauchstück und Kupplung für den Gartenschlauch
    • Absperrhahn
    • Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben
    • Bohrmaschine
    • Akkuschrauber
    • Zollstock
    • Bleistift
    • Schleifpapier
    • Hammer
    • Stichsäge

    Duschplatz anlegen – Schritt für Schritt

    1. Standort auswählen
    2. Boden vorbereiten
    3. Fundament anlegen
    4. Duschkopf montieren
    5. Dusche anschließen

    Ist der Standort ausgewählt, wird die Sickergrube ausgehoben und mit Kies aufgefüllt. Nun können Steinplatten oder Holzdielen als Fundament dienen. Hierfür ist ein besonders beständiges und robustes Holz zu verwenden. Sehr gut geeignet sind Tropenhölzer. Ein Vorteil ist, wenn das Holz zusätzlich druckimprägniert ist. In welcher Höhe der Brausekopf montiert wird, richtet sich nach der Größe der Personen, die sich zukünftig unter die Dusche begeben werden.

    Tipp: Duschköpfe können auch an bereits vorhandenen Mauern oder Wänden montiert werden. Mittels Spannbändern ist auch die Anbringung an einen Baumstamm möglich, ohne diesen zu verletzen.

    Die Dusche wird nun an den Gartenschlauch angeschlossen. Unter Umständen ist eine Verlängerung des Schlauchstückes notwendig.

    Tipp: Verläuft der Schlauch über steinerne Gehwegplatten, trägt dies zur Erwärmung des Wassers bei. Denn die Wärme der Steine wird an den Gartenschlauch abgegeben, während das Wasser hindurchfließt.

    Die richtige Pflege für die Gartendusche

    Gartenduschen aus Holz bedürfen regelmäßiger Pflege. Durch die Behandlung mit Ölen und Wachsen erhöht sich der Feuchtigkeitsschutz des Holzes. Die Edelstahlflächen der Dusche erstrahlen durch die Behandlung mit Chrompolitur, die Sie auch für Ihren Pkw verwenden, in neuem Glanz.

    Tipp: Tropenhölzer besitzen einen natürlichen Holzschutz, das Wasser perlt förmlich von ihnen ab.

    Foto1: © olegbreslavtsev - Fotolia.com