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Stechbeitel

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Stechbeitel
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Der Stechbeitel ist auch unter den Namen Stecheisen oder Stemmeisen bekannt und dient zum Stemmen und Stechen. Die genormten Stechbeitel werden in drei Varianten unterteilt: das leichte Stecheisen mit einer Halsdicke von 5 bis 6,5 Millimetern, das mittlere Stecheisen mit einer Halsdicke von 6,5 bis 8,5 Millimetern und das schwere Stemmeisen mit einer Halsdicke von 8,5 bis 11 Millimetern.

Dieses Werkzeug wird eingesetzt, Zinken oder Zapfenlöcher auszustemmen, um Beschläge einzulassen, oder um Zapfen einzustemmen. Der Stechbeitel ist in unterschiedlichen Breiten erhältlich und besteht in der Regel aus einem Holzgriff, der auch als Heft bezeichnet wird, und einer Klinge aus Werkzeugstahl. Bei manchen Modellen ist der Griff auch aus Kunststoff.

Die Breite der Klinge beträgt zwischen 4 und 40 Millimeter, bei den Stemmeisen, auch Lochbeitel genannt, liegt sie zwischen 4 und 16 Millimetern. Damit das Holz des Griffes beim Arbeiten nicht einreißt, wird das Eisen am Übergang zur Klinge von einem Ring eingefasst. Normalerweise wird der Stechbeitel mit einem Hammer in das Werkstück hineingetrieben. Aus diesem Grund ist der Griff auch am Ende meistens durch Metall verstärkt. Die Ränder der Klinge sind bei den meisten Modellen abgeschrägt, damit man auch Ecken gut erreichen kann.

Neben dem herkömmlichen Stechbeitel gibt es noch den Hohlbeitel und den Kantenbeitel. Der Kantenbeitel wird vorwiegend von Zimmermännern eingesetzt, die damit sehr tiefe Löcher ausstemmen können. Der Hohlbeitel dient dagegen zum Stechen von runden Vertiefungen. Neben den europäischen Stechbeiteln findet man auf dem Markt auch immer häufiger japanische Stemmeisen.

Nur Stechbeitel mit einer scharfen Klinge eignen sich zum exakten Arbeiten, so dass man diese von Zeit zu Zeit fachgerecht schleifen sollte. Stechbeitel gehören zu den günstigen Werkzeugen, so dass sie in keiner Heimwerker-Werkstatt fehlen sollten.


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