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Etagere aus Porzellan selber machen – Anleitung & Tipps

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Etagere selber bauen - Anleitung & Tipps
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Um eine Etagere aus Porzellan selber bauen zu können, muss man kein Profi-Handwerker sind. Mit dem richtigen Werkzeug und etwas Know How schafft das jeder. Eine Anleitung dazu finden Sie hier.

Kekse, Muffins, Pralinen – wer isst sie nicht gerne? Ob abends vor dem Fernseher oder am Nachmittag beim Kaffeekränzchen. Doch gerade wenn sich Besuch ankündigt, möchte man die Köstlichkeiten aber ungern langweilig auf Teller oder in Schüsseln anbieten. Viel ansprechender wirken sie beispielsweise auf Etageren. Im Handel bekommen Sie mittlerweile viele verschiedene Ausführung – so gibt es neben den klassischen Modellen aus Porzellan, Glas und Holz, sogar auch Etageren mit Schieferplatten, wie sie z.B. hier erhältlich ist. So wird das leckere Gebäck oder auch Käse- und Wurstplatten garantiert zum Blickfang.

Aber kaufen kann ja jeder. Etageren lassen sich auch selbst bauen. Sehr einfach ohne viele Fachkenntnisse lassen sich beispielsweise Etageren aus Porzellan bauen. Dafür benötigen Sie außerdem gar nicht viel Zubehör. Es bedarf lediglich:

  • Porzellan Teller
  • Keramikbohrer
  • Diamantbohrer
  • Malerkrepp
  • Schlag- bzw- Akkubohrer
  • Unterlegscheiben
  • Gewindestangen

Wer keine passende Gewindestange hat, kann diese ganz leicht selber schneiden. Erhältlich sind diese sogenannten Gewindeschneider bei Toom.de oder im örtlichen Baumarkt.

Anleitung für die DIY Etagere aus Geschirr

❖ Schritt 1: Mittelpunkt auf Tellern markieren

Damit die Etagere nach dem Zusammenbauen vor allem gerade steht, muss an den Tellern zuvor der Mittelpunkt bestimmt werden. Dafür benutzen Sie am besten Malerkrepp, welches Sie kreuzförmig auf die Rückseite des Tellers kleben. Nun messen Sie die exakte Mitte nach und markieren diese mit einem Kreuz.

❖ Schritt 2: Loch bohren

Nun geht es zur Sache. Um ein Loch in den Teller zu bohren, benötigen Sie einen speziellen Bohrer. Für das Durchbohren sollten Sie einen Keramikbohrer verwenden. Mit dem Diamantbohrer arbeiten Sie im Anschluss nach und „schleifen“ das Loch glatt. Am einfachsten und schnellsten geht es mit einem Schlagbohrer (ohne Schlag). Mit einem Akkubohrer kommen Sie auch ans Ziel, allerdings dauert es etwas länger. In beiden Fällen gilt es mit Gefühl zu arbeiten.

Der Keramikbohrer wird beim Bohren sehr heiß. Hier ist es zu empfehlen diesen zwischendurch immer mal wieder in kaltes Wasser zu tauchen.

Wischen Sie zum Schluss den Porzellanstaub noch einmal ordentlich ab.

» Mein Tipp: In einen Teller bohrt man bekanntlich nicht jeden Tag. Um schon einmal ein Gefühl dafür zu bekommen, sollten Sie vorher an einem alten Teller üben.

❖ Etagere zusammen stecken

Nun werden die Teller mit der Gewindestangen verbunden. Hier stehen Ihnen nun verschiedene Varianten zur Verfügung.

Die einfachste ist wohl mittels einer Gewindestange und einigen Muttern und passenden Unterlegscheiben. Kürzen Sie die Gewindestange zuerst auf die gewünschte Höhe. Entscheidend dafür ist wie viele Teller die Etagere bilden und wie groß der Zwischenraum sein soll.

Drehen Sie nun eine Mutter auf das Ende der Gewindestange, darauf folgt eine Unterlegschreibe, dann der erste und größte Teller und dann noch eine Unterlegscheibe mit Mutter. So kann der Teller nicht hin und her rutschen. An dieser Stelle können Sie jetzt entscheiden, ob Sie die Gewindestange verkleiden möchten. Auch hier gibt es verschiedene Varianten:

  • hohles Kunststoffrohr
  • hohles Edelstahlrohr
  • Verkleidung mit Bastelmaterial (Befestigung mit Heißkleber)

Die Rohre müssen Sie dann mit einer geeigneten Säge auf die entsprechende Höhe zuschneiden. Die Rohre bieten übrigens nicht nur eine Verschönerung, sondern geben der Etagere auch gleich noch etwas mehr Stabilität.

Mit den anderen Tellern verfahren Sie nun wie oben beschrieben. Erst eine Mutter, dann eine Unterlegscheibe, dann der Teller und dann wieder Unterlegscheibe und eine Mutter zum Befestigen. So gehen Sie nun mit dem letzten bzw. auch bei den eventuell weiteren Tellern vor. Für einen schöneren Abschluss und einen besseren Griff können Sie dann einen Möbelknopf auf die Gewindestange drehen. Hier aber darauf achten, dass es sich um die gleiche Stärke handelt.

Alternativ können Sie auch mit Innengewinde und Außengewinde arbeiten, indem Sie beispielsweise nach der Anleitung von selbst.de das Gewinde selbst zuschneiden. Bei dieser Variante fertigen Sie dann drei Teile an, wobei zwei Stangen (die unteren beiden) jeweils ein Außengewinde und ein Innengewinde haben und das obere Teil hat zwei Außengewinde, um oben wieder einen Möbelknauf befestigen zu können.

Für welche Variante Sie sich entscheiden, liegt ganz allein daran welche Material Ihnen zur Verfügung steht. Und nun viel Spaß beim Nachbauen!