
Hat das Wasserbett ein Loch, müssen Sie nicht zwingend ein neues kaufen. Kleine Schäden lassen sich problemlos selbst reparieren. Hier die Anleitung.
Ein Wasserbett ist ein Luxus, den sich nicht jeder leistet. Die stolzen Besitzer genießen süße Träume und entspannten Liegekomfort. Doch was passiert, wenn man sich beim Aufwachen plötzlich nasse Füße holt? Das Wasserbett hat offensichtlich ein Loch – und nun?
Nachdem sich der erste Schrecken gelegt hat, besteht Handlungsbedarf. Zunächst die gute Nachricht – jedes kleinere Loch kann repariert werden. Sie müssen also weder eine neue Wassermatratze anschaffen, noch Handwerker bemühen. Im Folgenden erfahren Sie, wie sich Löcher in Wasserbetten schnell und einfach selbst reparieren lassen.
Schadensfindung – Wo ist das Loch?
Bevor das Loch im Wasserbett Ihnen Alpträume verschafft, sagen Sie ihm den Kampf an. Zunächst gilt es herauszufinden, wo sich der Defekt genau befindet. Meist entstehen Löcher dort, wo das Wasserbett am meisten beansprucht wird. Schauen Sie also zuerst an den Eckschweißnähten am Kopfteil nach und überprüfen Sie auch die Sitzkanten, wo Sie sich regelmäßig morgens aus dem Bett schwingen.
Trocknen Sie das bereits ausgetretene Wasser auf und legen den Bereich großzügig mit Handtüchern aus. Nun gehen Sie auf die Suche nach neuen Wassertropfen. Verwenden Sie Küchenkrepp oder Zeitungspapier, lässt sich austretendes Wasser besonders schnell lokalisieren.
Nichts gefunden? – Woran kann es liegen?
Es lässt sich kein Loch entdecken? Dann liegt es vielleicht daran, dass kein Defekt vorhanden ist und das austretende Wasser einfach eine andere Ursache hat. So kann zum Beispiel der Ventilverschluss sich beim Zuschrauben verkantet haben. Dies könnte eine Ursache sein, wenn das Wasser, ohne erkennbaren Grund, am Fußende des Wasserbettes austritt. Entdecken Sie morgens Feuchtigkeit im Bett, kann es sich auch um durch das Schwitzen entstandene Kondenswasser handeln. Kondenswasser dürfte schnell rückstandslos verdunsten, wenn Sie das Bett verlassen haben.
Tritt das Wasser weiter aus, trennen Sie das Wasserbett vom Stromnetz und lassen das Wasser vollständig ab. Hierfür sind Wasserbettpumpen zu nutzen. Diese Geräte können bei entsprechenden Fachhändlern ausgeliehen werden. Ist die Matratze komplett abgelassen und abgetrocknet, wird sie wieder neu befüllt. Behalten Sie das Wasserbett dabei stets im Auge. Sobald die schadhafte Stelle erreicht ist, wird die Flüssigkeit wieder austreten und Sie erkennen nun genau, wo sich der Defekt befindet.
Das Wasserbett reparieren – aber wie und womit?
Wichtig ist der richtige Kleber. Hier darf nicht experimentiert werden. Wer zum Beispiel auf die Idee kommt, sein Fahrrad-Flickzeug hervorzuholen und Gummileim zu verwenden, sorgt dafür, dass das Vinyl brüchig wird.
Wasserbett flicken – das wird gebraucht
- Handtücher
- Schere
- PVC-Kleber
- PVC-Flicken
- Klebeband
Beim Reparieren des Wasserbettes ist es von Vorteil, wenn Sie sich eine zweite Person als Helfer organisieren. Reparatursets für Wasserbetten sind in der Regel im Lieferumfang enthalten, können im Fachhandel erworben oder günstig online bestellt werden.
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Loch im Wasserbett reparieren – Schritt für Schritt Anleitung
Schritt 1: Reinigung der Schadstelle
Ist die defekte Stelle gefunden, gilt es diese zunächst zu reinigen, damit später der Flicken gut darauf haften kann. Zur Reinigung können Aceton, Reinigungs-Benzin oder andere ölfreie Lösungsmittel verwendet werden.
Schritt 2: Flicken zuschneiden
Nun nehmen Sie das Reparatur-Set zur Hand und schneiden den späteren Flicken zurecht. Für kleinere Löcher ist es ausreichend, den Flicken etwa in der Größe einer zwei Euromünze, also zirka mit einem Durchmesser von zwei Zentimetern zu zuschneiden. Für größere Löcher gilt, der Flicken sollte mindestens 1,5 Zentimeter größer im Durchmesser sein, als die Ausmaße der schadhaften Stelle selbst.
Haben Sie das Wasser nicht abgelassen und der Defekt liegt unter dem Wasserspiegel, muss das Wasserbett angehoben und die schadhafte Stelle gut abgetrocknet werden.
Schritt 3: Leim auftragen
Der Leim wird aus der Tube gedrückt und unmittelbar auf das Loch aufgetragen. Nun wird der zugeschnittene Flicken auf den Leim gedrückt.
Schritt 4: Flicken aufbringen und fixieren
Üben Sie dabei entsprechenden Druck aus, damit es nicht zu Lufteinschlüssen unterhalb des Flickens kommt. Damit der Flicken gut anliegt und sich mit der Oberfläche verbindet, kann zur Unterstützung Klebeband in mehreren Lagen aufgebracht werden. Die Streifen können nach etwa einer Stunde wieder entfernt werden.
Der Flicken ist nun getrocknet und das Wasserbett repariert. Nach nur einer bis zwei Stunden Trockenzeit können Sie das Wasserbett wie gewohnt benutzen.
Wasserbett flicken: alle Schritte in der Kurzübersicht
Arbeitsschritt | Erläuterung |
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Loch ausfindig machen | |
Material auswählen | |
Flicken zuschneiden | |
Leim auftragen |
Reparatur missglückt? – Das sind die häufigsten Fehler!
- Es wurde der falsche Kleber verwendet. Häufig werden Fahrrad-Flicksets benutzt. Das Vorhaben ist zum Scheitern verurteilt, nur mit speziellem Vinyl-Leim lassen sich Wasserbetten reparieren.
- Ein Flicken genügt vollkommen. Wer auf Nummer sicher gehen will und zwei Flicken übereinander anbringt, erreicht das Gegenteil. Das Ergebnis sind undichte Stellen. Mit einem Flicken wird die notwendige Stabilität erreicht.
- Wer Textilklebeband verwendet, wird sein Loch im Wasserbett nicht abdichten können. Das Klebeband verbindet sich nicht vollständig mit der Matratze und der Schaden wird größer, statt kleiner. Klebeband kann lediglich als zusätzliche Fixierung dienen, wenn bereits ein Vinyl-Flicken aufgeklebt wurde.