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Gartengestaltung ohne Rasen: 6 pflegeleichte Alternativen

Gartengestaltung ohne Rasen
Tolle Alternative zu Rasen: ein moderner Steingarten - © ThomBal / stock.adobe.com

Ein Garten ohne Rasen ist für viele völlig unvorstellbar. Dabei gibt es einige interessante Gartengestaltungen, die ohne Rasen auskommen.

Für viele Hobbygärtner gehört ein gepflegter Rasen einfach zur Gartengestaltung hinzu. Jedoch erfordert dieser eine intensive Pflege. Regelmäßiges Wässern und Mähen ist hier unabdingbar. Zudem benötigt der Rasen auch von Zeit zu Zeit eine Versorgung mit Nährstoffen. Vom Unkraut, das sich immer und immer wieder im Rasen breit macht und ihn damit ungepflegt wirken lässt, ganz zu schweigen.

In vielen Ländern ist es schon Gang und Gäbe, im Garten komplett auf Rasen zu verzichten. Und auch bei uns sieht man vermehrt Gartengestaltungen ohne Rasenflächen. Was im ersten Moment etwas befremdlich klingt, kann durch eine gute Planung durchaus reizvoll sein.

Kleiner Garten kommt ohne Rasen aus

Wer einen großen Garten besitzt, der kann sich wirklich glücklich schätzen. Aufgrund steigender Grundstückspreise besitzen viele Hobbygärtner aber nur einen recht kleinen Garten. Dies gilt auch für Reihenhäuser. Hier sind die Gärten oft nur wenige Quadratmeter groß. In solch einem kleinen Garten können Sie sogar den Nutzwert steigern, wenn Sie auf Rasenflächen verzichten. Denn dadurch haben Sie mehr Platz, um eine geräumige Terrasse zu errichten, auf der Sie gemütliche Stunden im Kreise von Freunden und Familie verbringen können. Auch bleibt so mehr Platz für Zierpflanzen oder auch für einen Gemüsegarten.

Japanischer Garten kann auch ohne Rasen gestaltet werden

Charakteristisch für den traditionellen japanischen Garten ist die harmonische Kombination aus Pflanzen, Wasser, Steinen und Gestaltungselementen, sodass ein Landschaftsbild entsteht. Er stellt quasi die Natur im Kleinformat dar. Hierbei unterscheidet man zwischen drei Haupttypen:

  • Teichgarten
  • Moosgarten
  • Steingarten

Wie die Bezeichnungen schon erahnen lassen, steht jeweils ein Element des Japanischen Gartens im Vordergrund. Dabei gibt es aber auch Überschneidungen zwischen den drei Typen des Japanischen Gartens.

Im Zen-Garten hat Rasen keinen Platz

Zen-Garten
© DeanMartin / stock.adobe.com

Irrtümlicher Weise wird der Zen-Garten immer wieder mit dem Japanischen Garten gleichgesetzt. Tatsächlich unterscheiden sich die beiden Gartenformen grundlegend. Während im Japangarten die Natur im Miniaturformat dargestellt wird, soll der Zen-Garten nur an die Natur erinnern, anstatt sie darzustellen. Hierbei handelt es sich um eine puristische Gartengestaltung, in der auf Pflanzen und Gras verzichtet wird – einzige Ausnahme: Moos. Die einzigen Elemente, die sich hier finden lassen sind Sand, Steine und Moos.

Der Sand mit dem typischen Wellenmuster symbolisiert das Wasser. Das Moos soll für Weisheit stehen. Besonders die Bedeutung der Steine unterlag einem steten Wandel. Anfangs standen sie für die Wohnstätten der Götter, später als Knotenpunkte der Chi-Energie und seit dem späten Mittelalter dienen sie nur noch der Dekoration. Wobei einige Quellen sagen, dass Felsen für Wasserfälle und kleine Steine im Kies für kleine Inseln im Meer stehen.

Bauerngarten

Der Bauerngarten ist der Inbegriff ländlicher Nostalgie. Er vereint gesundes Obst und Gemüse mit leckeren Kräutern und einer bunten Blütenpracht. Hierbei bilden Pflanzbeete (gern auch Hochbeete) für Obst und Gemüse das Grundgerüst, die über Wege miteinander verbunden sind.

Tipp: Ein Pflanzplan kann bei der Bepflanzung nützlich sein, um schon vorher festlegen zu können, welche Pflanzen in der Sonne und welche im Schatten gepflanzt werden. Das Zentrum kann ein Brunnen oder ähnliches bilden.

Im Bauerngarten darf natürlich auch die passende Einfriedung nicht fehlen. Hier eignet sich zum Beispiel ein Gartenzaun aus Holz, den man mit Beerensträuchern oder einer Hecke aus Obstgehölzen bepflanzen kann. Aber auch eine kleine Mauer aus Naturstein verleiht dem Bauerngarten einen ganz besonderen Charme.

Formaler Garten auch ohne Rasen elegant

Formaler Garten
© U. J. Alexander / stock.adobe.com

Gerade Linien und eine reduzierte Farbwirkung dominieren modern gestaltete Gärten. Runde Beete oder sind hier ein NoGo. Vielmehr bestimmen rechtwinklige Flächen die Grundstruktur – egal, ob es sich dabei um Pflanzbeete, Terrasse oder Rasenflächen handelt. Letztere lassen sich auch wunderbar ersetzen. So lässt sich zum Beispiel stattdessen auch Kunstrasen im Garten verlegen. Wird nicht so viel Wert auf Grünflächen gelegt, fügen sich auch Kiesbeete oder Holzdecks optimal in das Gesamtbild ein. Und auch streng geometrisch geschnittene Hecken sind im formalen Garten willkommen.

Tipp: Sollen einige Farbakzente gesetzt werden, ist eine Gestaltung mit Gräsern und einer geringen Vielfalt an Stauden möglich. Eine zu vielfältige Blütenpracht würde die schlichte Eleganz des formalen Gartendesigns durchbrechen.

Bodendecker statt Rasen

Bodendecker zeichnen sich durch einen niedrigen, kriechenden Wuchs aus. Trittfeste und immergrüne Sorten eignen sich als Rasenersatz. Sie bieten den Vorteil, dass sie nicht gemäht werden müssen. Zudem hat Unkraut keinen Chance, sobald die Bodendecker ein dichtes Geflecht gebildet haben.

Achtung: Zwar sind viele Bodendecker trittfest, jedoch ist damit lediglich gelegentliches Betreten gemeint. Spielenden Kindern und tobenden Hunden werden sie nicht standhalten.

Fiederpolster

Das Fiederpolster wächst bis zu 10 Zentimeter in die Höhe und bis zu 30 Zentimeter in die Breite. Eine Gruppe von 10 bis 20 Pflanzen bildet innerhalb kurzer Zeit ein dichtes und gut trittfestes Polster.

Golderdbeere

Bodendecker
© ilonal / stock.adobe.com

Die Golderdbeere erreicht Wuchshöhen von bis zu 15 Zentimetern und wird bis zu 60 Zentimeter breit. Ihre kriechenden Ranken überziehen den Boden und bilden ein dichtes Polster aus immergrünen und glänzenden Blättern. In der Zeit von April bis Juni zieren strahlend gelbe Blüten das Polster und locken Bienen, Hummeln und Schmetterling an.

Haselwurz

Mit der Haselwurtz ist eine Lösung für schattige Flächen mit feuchter und kalkhaltiger Erde gefunden. Sie wächst bis zu 15 Zentimeter in die Höhe und bis zu 25 Zentimeter in die Breite. In den Monaten März und April bildet sie rotbraune Blüten.

Sternmoos

Das Sternmoos kann bis zu fünf Zentimeter in die Höhe wachsen und etwa 25 Zentimeter Breite erreichen. Es begrünt bei ausreichend feuchtem Boden sowohl sonnige als auch schattige Flächen und bildet in der Zeit von Juni bis August zahlreiche Blüten aus. Bei einer Pflanzung von 15 Pflanzen pro Quadratmeter bildet sich schnell eine kompakter, immergrüner Teppich.

Teppichverbene ‘Summer pearls’

Die Teppichverbene ‘Summer pearls’ wächst bis zu sieben Zentimeter hoch und maximal 40 Zentimeter breit. Sie fühlt sich auf sonnigen Flächen besonders wohl und erfreut in der Zeit von Mai bis Ende Oktober / Anfang November mit ihrer Blütenpracht. Damit ist sie die ideale Wahl für alle, die sich ein begehbares Blütenmeer wünschen.