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Klick-Laminat verlegen – Schritt für Schritt erklärt

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Klick-Laminat verlegen - Schritt für Schritt erklärt
© Alexander Raths - Fotolia.com

Linoleum oder Teppich? Nichts von beidem! Laminat ist schließlich im Trend. Nicht nur, weil es gut aussieht, sondern auch leicht zu verlegen ist. Sehen Sie selbst.

Können Sie sich noch an Ihre erste eigene Wohnung erinnern? Und auch an den Bodenbelag? Lasen Sie mich raten: Linoleum und Teppich? Ja was früher noch so angesagt war und alle superschön fanden, ist heute in fast keiner Wohnung mehr zu finden. Der Grund: 1980 kam Laminat auf den Markt. Zwar war es da noch nicht von hoher Qualität, aber dank der stetigen Weiterentwicklung ist es heute eines der beliebtesten Bodenbeläge auf der Welt.

Es ist vor allem das Design, das viele Menschen so sehr anspricht, sodass sie meist ihre ganze Wohnung damit ausstatten. Schließlich gibt es das täuschend echte Dekor in Holzoptik in so vielen verschiedenen Varianten, das da wirklich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Und selbst alle diejenigen, die Steinoptik lieben, kommen auf ihre Kosten. Es gibt schließlich sogar schon Laminatfußböden im Fliesenformat, die täuschen echt Feinstein-Optiken nachbilden. Ich wusste bis vor kurzem noch gar nicht, dass es so etwas gibt, bis ich solch pflegeleichtes Laminat auf meister.com gesehen habe.

Mal abgesehen von der großen Auswahl an Designs – Laminat bringt natürlich noch viele andere Vorteile mit sich (siehe mehr dazu auf schoener-wohnen.de). Es ist strapazierfähig, pflegeleicht und lässt sich kinderleicht verlegen. Vor allem das so genannte Klick-Laminat. Wie einfach das ist, zeigt diese Anleitung.

Das benötigen Sie:

➥ Trittschalldämmung
➥ Dampfbremsfolie (PE-Folie)
➥ Abstandskeile
➥ Schlagklotz
➥ Zugeisen
Stichsäge
➥ Bleistift
➥ Hand- oder Tischkreissäge
➥ Hammer
Zollstock

Anleitung zum Verlegen von Klick-Laminat

➤ Schritt 1:

Berechnen Sie zuerst, wie viel Material Sie benötigen. Dazu die Quadratmeterzahl des Zimmers ermitteln. Anschließend dann drei bis fünf Prozent für den Verschnitt hinzurechnen. Wer sich das Ganze etwas einfacher machen möchte: auf hornbach.de finden Sie einen Mengenrechner.

➤ Schritt 2:

Verlegen Sie als erstes die Dampfbremsfolie im Raum. Sie dient dazu, um Feuchtigkeitsansammlungen unter dem Laminat bzw. in der Trittschalldämmung zu vermeiden. Lassen Sie die Folie an den Nahtbereichen etwa 20 Zentimeter überlappen und fixieren Sie diese mit Klebeband, damit sie nicht verrutschen kann. Wichtig: Bei Holzuntergrund darf keine PE-Folie verlegt werden.

Anschließend darüber die Trittschalldämmung in der gleichen Richtung wie das Laminat verlegen. Wie der Name es schon sagt, bewirkt die Trittschalldämmung eine Minderung der Schallübertragung auf den Unterboden. Verlegen Sie aber immer nur so viel, wie Sie gerade an Laminat verlegen möchten. Ansonsten verrutschen die Bahnen oder werden wellig. Die Bahnen deshalb am Rand am besten immer mit Klebeband am Boden fixieren.

➤ Schritt 3:

Nun geht es an das Verlegen des Laminats. Empfehlung: Verlegen Sie dieses immer in Längsrichtung zur Hauptlichtquelle.

Legen Sie das erste Laminatelement mit der Feder zur Wand. Da das Laminat eine Bewegungsfuge von ca. 10 Millimetern benötigt, anschließend kleine Abstandskeile zwischen Laminat und Wand klemmen.

Danach die nächste Diele an die Stirnseite der ersten anlegen und einklicken. Damit sie exakt anliegt, mit Hilfe von einem Schlagklotz und einem Hammer die Fuge schließen.

➤ Schritt 4:

Sind Sie am Ende der ersten Reihe angekommen, werden Sie schnell bemerken, dass Sie die letzte Diele nicht so wie sie ist verlegen können. Sie müssen sie also kürzen. Dazu die Diele drehen und die benötigte Länge anzeichnen. Dann mit einer Stichsäge zuschneiden, anlegen und mit einem Zugeisen richtig einfügen.

➤ Schritt 5:

Die zweite Reihe immer mit einer halben Diele oder mit dem Rest der 1. Reihe beginnen. Wichtig bei der zweiten Variante: ist der Abstand irgendwann mal kleiner wie 30 Zentimeter, müssen Sie eine neue Diele nehmen.

Anschließend die nächste Diele nehmen, mit der langen Federseite schräg im 30°-Winkel in die untere Nutwange der bereits liegenden Diele einsetzen und unter leichtem Druck nach unten eindrehen. Danach mit einem Schlagklotz die Fuge schließen. So gehen Sie nun im ganzen Raum vor.

➤ Schritt 6:

Sind Sie bei der letzten Reihe angekommen, werden Sie sehen, dass Sie die Dielen sicherlich noch der Länge nach zuschneiden müssen, damit sie überhaupt in die letzte Reihe passen. Dazu die Dielen um 180 Grad drehen, mit der Dekorseite nach unten anlegen und die benötigte Breite anzeichnen. Anschließend mit einer Hand- oder Tischkreissäge zuschneiden, in die letzte Reihe einlegen und mit dem Zugeisen zur Wand montieren.

➤ Schritt 7:

Abschließend müssen Sie nur noch die Wandsockelleisten montieren und schon sind Sie fertig.

Videoanleitung: