Gartenpumpen müssen rechtzeitig winterfest gemacht werden, um Schäden zu vermeiden. Welche Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier.

Gartenpumpen sind eine enorme Erleichterung im Alltag und aus vielen Gärten nicht mehr wegzudenken. Ob sie zum Garten bewässern dienen oder den Pool sauber halten, niemand möchte seine Gartenpumpe missen. Damit die Pumpe vor allem im Winter keinen Schaden nimmt, sollte sie rechtzeitig winterfest gemacht werden. Das gilt gleichermaßen für moderne Elektro- oder Benzinpumpen wie auch für handbetriebene Schwengelpumpen.

Gartenpumpen vor Frost schützen

Das tückische am Winter sind dabei nicht die tiefen Temperaturen, sondern dass sich meistens noch Wasser in der Pumpe befindet, das sich bei Minustemperaturen ausdehnt und so kleinste Ventile, Dichtungen und Schläuche zum Platzen bringen kann. Das wiederum schädigt die Pumpe mitunter irreparabel. Wir stellen drei Methoden vor, mit der Sie Ihre Gartenpumpe sicher durch den Winter bringen.

» Gartenpumpe abbauen und überwintern

Die einfachste Möglichkeit besteht darin, die Gartenpumpe abzumontieren, leerlaufen zu lassen und frostfrei einzulagern.

Diese Methode ermöglicht zugleich, die Pumpe vor der Einlagerung zu reinigen und zu warten und gegebenenfalls notwendige Ersatzteile vor der Inbetriebnahme im Frühjahr zu besorgen. Egal, ob Handpumpe oder Elektropumpe, wichtig ist eine trockene und frostfreie Überwinterung. Keller- oder Heizungsräume sind gut dafür geeignet. Idealerweise wird die gereinigte Pumpe in einem Karton aufbewahrt oder in Folie eingeschlagen, um sie vor dem Einstauben zu schützen.

Handpumpe im Winter.
Auch Handpumpen brauchen Winterschutz. © Lars Johansson / stock.adobe.com

💡Tipp: Die Wintermonate bieten sich optimal an, um etwaige Zubehör- und Ersatzteile zu besorgen, da in den allermeisten Fällen die Pumpen nicht benutzt werden. Zudem können Zubehör- und Ersatzteile schneller geliefert werden, als wenn die Nachfrage zur Gartensaison wieder ansteigt und die Lieferzeiten mitunter mehrere Wochen betragen.

Eine große Auswahl an Zubehör finden Sie beispielsweise auf www.pumpen-welt.com. Das umfassende und unabhängige Ratgeberportal versorgt Sie darüber hinaus mit vielen Hintergrundinformationen und Testberichten zu verschiedenen Gartenpumpen und entsprechendem Zubehör. So finden Sie auf jeden Fall die richtige Gartenpumpe für Ihr Vorhaben, denn nicht jede Gartenpumpe ist für jeden Zweck geeignet.

» Gartenpumpe isolieren

Nicht jeder hat genügend Platz, um die Pumpe frostfrei zu überwintern. Wer ein wenig handwerklich geschickt ist, kann sich eine Isolierung um die Pumpe bauen, sodass diese auch den Winter über draußen bleiben kann.

Mit einer guten Isolierung schlägt man zudem zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen ist die Gartenpumpe winterfest eingepackt, zum anderen sorgt man mit einer Isolierung zugleich für Schallschutz. Das kann besonders bei lauteren Pumpenmodellen im Sommer vorteilhaft sein, wenn man abends im Garten sitzt und eher den Vögeln als den Pumpengeräuschen lauschen möchte.

Ob die Pumpenverkleidung dabei aus einer Holzkonstruktion besteht oder gemauert wird, muss jeder für sich selber entscheiden. Wichtig ist, dass die Verkleidung ausreichend isoliert wird. Zur Auswahl stehen dabei unterschiedliche Materialien wie vorgefertigte Isolierfolien, Mineralwolle oder Hartschaumplatten.

Eine isolierte Pumpenverkleidung ist jedoch nur schwer bei Handpumpen umsetzbar. Zu umständlich wäre dann die weitere Nutzung der Pumpe. Es sei denn, man konzipiert ein begehbares Pumpenhäuschen mit ausreichend Bewegungsfreiheit.

💡Tipp: Besonders wenn die Pumpe auch im Winter in Betrieb ist, um etwa Tiere mit Wasser zu versorgen, braucht die Pumpenverkleidung kleine Abluftschlitze, durch die die warme Luft entweichen kann.

Je nach Art und Dicke der Isolierung ist die Gartenpumpe vor leichten Frösten geschützt. Stellt sich aber hartnäckiger Dauerfrost ein, sollte im Pumpenhäuschen die Temperatur mit einem Thermometer zusätzlich überwacht werden.

» Brunnenschacht bauen

Gartenpumpe im Brunnenschacht.
Ein ausreichend tiefer Schacht schützt vor Frost. © PhotographyByMK / stock.adobe.com

Mit ein wenig Aufwand kann auch ein kleiner Brunnenschacht gebaut werden, indem die Pumpe dann frostfrei untergebracht ist. Dabei macht man sich zunutze, dass der Frost nur bis zu einer bestimmten Tiefe in den Boden dringt. Die Frostgrenze liegt bei uns bei ungefähr 80-100 cm, sodass man mit einem Brunnenschacht von maximal 150 cm Tiefe auf der sicheren Seite ist. Eine entsprechend isolierte Abdeckung verhindert, dass Frost von oben eindringen kann.

💡Tipp: Es ist eine Überlegung wert, den Brunnenschacht mit einem Erdkeller zu kombinieren. Wer viel Obst und Gemüse im eigenen Garten anbaut und nur wenig Lagermöglichkeiten hat, schafft sich so zusätzlichen Platz.

Wenn die Gartenpumpe eingefroren ist

Unvorhergesehene Nachtfröste sorgen oft für eingefrorene Pumpen, sehr zum Nachsehen der Besitzer. In solch einem Falle gehen Sie am besten wie folgt vor:

1. Die Pumpe vorsichtig abbauen.

2. Die Pumpe in einem warmen Raum bringen, dass das Eis im Inneren abtauen kann. Dazu die Pumpe am besten in die Badewanne oder in eine entsprechend große Schüssel stellen.

3. Anschließend nach sichtbaren Beschädigungen, wie beispielsweise kleinen Rissen im Gehäuse schauen.

4. Sind keine sichtbaren Schäden vorhanden, kann die Pumpe vorsichtig getestet werden, sofern sie unmittelbar benötigt wird. Ansonsten wie auch bei offensichtlichen Schäden sollte die Pumpe zum Fachmann gebracht und dort überprüft werden.

Gartenpumpe reparieren

Fachmann repariert Gartenpumpe.
Oft kann der Fachmann die Pumpe reparieren. © RioPatuca Images / stock.adobe.com

Sie haben die Pumpe ordnungsgemäß überwintert, möchten diese im Frühjahr wieder anschließen, doch sie funktioniert nicht mehr? Mitunter ist es möglich, die Gartenpumpe zu reparieren oder aber sie einem Fachmann zur Reparatur zu geben.

Was vielleicht bei niedrigpreisigen Modellen nicht viel Sinn macht, da Material- und Reparaturkosten schnell den Wert der Pumpe übersteigen können, kann sich bei höherpreisigen Modellen dennoch oft lohnen. Bei nur leichten Frostschäden sind meist Dichtungen oder Ventile beschädigt, die man mit wenig Aufwand entweder selber reparieren kann oder für wenig Geld repariert bekommt.

Auf jeden Fall lohnt es sich, beim örtlichen Baumarkt oder Gas-Wasserinstallateur nachzufragen. Oft bieten diese Unternehmen einen Reparaturservice an oder können Sie zu einem Fachbetrieb weiterleiten.

Fazit

Vorsorge ist in jedem Fall besser als Nachsorge. Wer seine Gartenpumpe viele Jahre nutzen möchte, sollte sie rechtzeitig winterfest machen. Doch auch wenn es zu kleineren Schäden gekommen ist, lassen sich diese überwiegend gut reparieren, sodass nicht gleich neu gekauft werden muss.

Seit 2010 Redakteurin für die tippsNET GmbH und Heimwerkertricks.net. Kreativzentrale für Styling und Renovierungen. Expertin für KfW-Förderungen und Tricks für den Garten.