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Beamer an der Decke montieren – Anleitung & Tipps

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Beamer an der Decke befestigen
© smuay - Fotolia.com

Mit einem Beamer wird das Schauen von Filmen oder Fußballspielen zum Hochgenuss. Wir erklären, wie Sie dazu einen Beamer an der Decke befestigen können.

Egal ob im heimischen Wohnzimmer oder in Seminarräumen: Beamer sind eine tolle Möglichkeit Filme, Präsentationen und andere Medien in Kinoleinwand-Größe zu genießen. Doch beim Aufstellen kommt es schnell zu Beeinträchtigungen der Bildqualität durch äußere Einflüsse (z. B. wenn am Tisch geruckelt wird oder der Subwoofer vibriert). Die optimale Lösung ist in diesem Fall das Aufhängen des Beamers. Wie das geht und was dabei beachtet werden sollte verraten wir in diesem Ratgeber.

Lohnt sich die Deckenmontage eines Beamers?

Bevor wir zu den Montage-Tipps kommen, möchten wir noch schnell erläutern, in welchen Fällen es sinnvoll ist, den Beamer an der Decke zu montieren.

Vorteile der Deckenmontage eines Beamers

✔ Durch die Befestigung muss der Beamer nur einmal optimal eingestellt und künftig einfach nur noch in Betrieb genommen werden. Beim Aufstellen wird das Gerät doch hin und wieder mal verrückt, wodurch die Schärfe beispielsweise immer wieder neu eingestellt werden müsste.

✔ Da Decken (abgesehen von Lampen und Rauchmeldern) im Normalfall frei sind, ist diese Variante sehr platzsparend.

✔ Dank passender Vorrichtungen geht die Montage normalerweise leicht von der Hand.

✔ Wenn der Beamer in unmittelbarer Nähe zum Sitzplatz steht, kommt man schnell in den Genuss unangenehmer Staubwolken und Luft, die das Gerät beim Arbeiten ausstößt. Darüber hinaus beeinträchtigen die Betriebsgeräusche schnell den Filmabend. Beide Probleme werden durch eine Deckenmontage aus der Welt geschaffen.

✔ Da die Lüftungsschlitze nicht selten an der Unterseite des Projektors sind, vermindert die Deckenmontage die Gefahr der Überhitzung des Beamers.

✔ Da moderne Geräte mit einer Fernbedienung gesteuert werden können, muss man sich keine Gedanken machen, wie man an den Ein- und Ausschalter an der Decke kommt.

✔ Es werden zwar lange Kabel benötigt doch diese können an der Decke gut kaschiert werden. Dadurch wird das Kabelgewirr am Boden minimiert.

Nachteile der Deckenmontage eines Beamers

Wenn der Aufstellort des Beamers regelmäßig verändert werden soll, ist eine Deckenmontage nicht unbedingt sinnvoll.

Zum Austausch der Birne muss man auf einen Stuhl steigen, um das Gerät zu erreichen.

Entwarnung: Die Qualität des projizierten Bildes ist in beiden Fällen gleich. Es müssen also keine Einbußen in Kauf genommen werden.

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Beamer an der Decke befestigen – Schritt für Schritt Anleitung

Für die Montage werden benötigt:

  • Beamer samt ausreichend langem Strom- und Datenkabel
  • eine passende Deckenplatte samt Befestigungsscheibe
  • Bohrmaschine
  • Zollstock
  • Schrauben
  • (je nach Decke) Dübel

Bei der Entscheidung für eine Deckenhalterung stehen folgende Varianten zur Auswahl:

Variante
Hinweise
Klassische UniversalhalterungenDiese werden in einem Abstand von etwa 15 cm unter der Decke montiert. Da herkömmliche Deckenhalterungen etwa 15 kg tragen können, sind diese für alle gängigen Projektoren geeignet. Dennoch sollte sowohl beim Kauf des Beamers als auch der Deckenhalterung auf die Gewichtsangabe geachtet werden.
Höhenverstellbare DeckenhalterungenWer einen größeren Abstand zwischen Beamer und Decke bevorzugt (z. B. bei hohen Räumen), sollte sich für eine höhenverstellbare Beamerhalterung entscheiden. Je nach Modell kann der Abstand bis zu 65 oder sogar 130 cm betragen.
Elektrische DeckenhalterungenZur Königsklasse der Beamerhalterungen gehört diese Variante. Je nach Modell profitieren Käufer von folgenden Eigenschaften:
  • Steuerung der Deckenhalterung (insbesondere des Neigungswinkels) per Fernbedienung

  • Versenken des Beamers in der Decke

  • die Halterung kann eingefahren werden und ist daher sehr unauffällig
Diese Technik hat leider auch ihren Preis, doch der Komfort ist unschlagbar.

Ist die Entscheidung getroffen und alles vorhanden? Dann kann es jetzt losgehen:

➀ Löcher vorzeichnen

Zunächst sollten die Löcher für die Deckenplatte vorgezeichnet werden. Es empfiehlt sich im Rahmen dessen den Beamer anzuhalten und mit dem Testbild prüfen, ob die Bildqualität am Aufhängeort ideal ist. Leider lässt sich pauschal kein Projektionsabstand (der Abstand zwischen Objektiv des Beamers und Leinwand) empfehlen. Doch es sollte die Faustregel beachtet werden: je größer der Abstand, umso größer letztlich das Bild. Umgekehrt gilt das natürlich genauso.

➁ Deckenplatte montieren

Nachdem die Löcher gebohrt wurden, kann die Deckenplatte montiert werden. Wichtig ist hierbei, dass die Schrauben wirklich fest sind und die Konstruktion das Gewicht des Beamers aushalten kann. Bislang ist uns zwar noch kein Fall bekannt, bei dem jemand von einem Beamer erschlagen wurde – das soll aber auch so bleiben.

➂ Beamer an die Deckenplatte schrauben

Nun muss die Befestigungsscheibe vorbereitet werden. Diese verbindet den Beamer mit der Deckenplatte und hält das Gerät in sogenannten Armen. Im Anschluss wird die Befestigungsscheibe, samt Beamer an die Deckenplatte geschraubt.

➃ Projektor ausrichten

Bevor die Schrauben final festgezogen werden, sollte noch mal getestet werden, ob der Projektor optimal zur Leinwand ausgerichtet ist, denn etwaige Fehler können hier noch behoben werden.

➄ Feineinstellungen vornehmen

Wenn alles passt, werden alle Schrauben noch mal fest angezogen und es geht an die Feineinstellungen des Beamers. Manche Halterungen können nachträglich noch ausgerichtet werden (Neigungswinkel). Der Abstand zur Decke und die Drehung können bei herkömmlichen Deckenhalterungen leider nicht nachträglich geändert werden – daher ist Schritt 1 unserer Montageanleitung umso wichtiger.

» Tipp: Testen Sie das Ergebnis auch ruhig von der Couch oder den Stühlen aus, um die optimale Bildqualität einzustellen.

Beamer an der Decke aufhängen – das gilt es zu beachten

Vor allem für Laien ist es wahrscheinlich gar nicht so einfach, einen Projektor optimal auszurichten. Daher haben wir das Wichtigste noch einmal zusammengefasst. Gerätespezifische Details können Sie natürlich immer der Anleitung des jeweiligen Herstellers entnehmen.

Die optimale Position

Der Abstand zwischen Beamer und Leinwand ist nicht pauschal vorhersagbar. Es gibt im Internet aber inzwischen kostenlose Projektionsflächenrechner, die abhängig von Hersteller und Modell und einigen Informationen zu den Rahmenbedingungen den optimalen Projektionsabstand berechnen.

Wer lieber selbst rechnet kann mit folgenden Faustformeln den optimalen Abstand berechnen:

Breite der Bildfläche x 3,8 = idealer Abstand
Breite der Bildfläche x 1,5 = minimaler Abstand
Breite der Bildfläche x 6,0 = maximaler Abstand

Einen Anhaltspunkt gibt auch die folgende Tabelle:

Breite der Bildfläche
Idealer Abstandminimaler und maximaler Abstand
150 cm570 cm225 bis 900 cm
200 cm760 cm300 bis 1200 cm
250950 cm375 bis 1500 cm
300 cm1140 cm450 bis 1800 cm
350 cm1330 cm525 bis 2100 cm

» Hinweis: Wichtiger ist allerdings, welchen Abstand der Hersteller für das jeweilige Gerät empfiehlt!

Wie bereits erwähnt wird die Bildgröße maßgeblich vom Abstand des Beamers zur Leinwand beeinflusst. Moderne Geräte schaffen es in der Regel problemlos auch große Bilder scharf und kontrastreich zu projizieren. Bei älteren Beamern ist das nicht immer gegeben, daher kann es zu Einbußen bei der Bildschärfe und Helligkeit kommen.

Beispiel für eine Beamer Deckenhalterung

Richtige Auswahl der Leinwand

Neben der richtigen Montage ist die Leinwand ein maßgebliches Kriterium für den Beamergenuss. Daher sollten beim Kauf folgende Kriterien beachtet werden:

Aspekt
Hinweise
MaterialPVC-Stoffe sind bestens als Hintergrund geeignet, da diese sehr gleichmäßig sind.
SeitenverhältnisWährend sich für geschäftliche Zwecke eher ein Seitenverhältnis von 4:3 eignet, ist für Filme und Medien 16:9 optimal.
GrößeAbhängig vom Seitenverhältnis und der gewünschten Bildgröße, sollte die Größe der Leinwand ausgewählt werden. Ist sie zu klein, passt nicht das ganze Bild darauf. Ist sie zu groß, entsteht ein unschöner Rahmen.
RandDie meisten Leinwände verfügen über einen hellen Rand. Manche Hersteller bevorzugen aber auch einen dunklen Rand. Passt dieser optimal zur Bildgröße wirkt hierdurch der Kontrast des Bildes besser.

Ein zusätzlicher Rand gibt der Leinwand zudem auch mehr Stabilität, wodurch sie unempfindlicher gegen Wind und andere Einflüsse ist. Auch Falten sind so im Normalfall im Material kein Thema.
MontageNicht jede Leinwand ist für die Decken- und Wandmontage geeignet. Abhängig davon, was sie bevorzugen gilt es auch hier einen Blick in die Herstellerangaben zu werfen.
MotorLängst ist die Leinwand nicht mehr nur ein Stück Stoff, sondern viele Modelle punkten mit Extras wie einem Motor, damit sie die Fläche nicht selbst ausfahren müssen.

» Tipp: Statt einer Leinwand kann meistens auch eine einfache Wand genutzt werden. Raufasertapete und andere Unebenheiten beeinträchtigen allerdings die Bildqualität.

Der Abstand zur Decke

Bei niedrigen Decken reicht im Normalfall ein Abstand von etwa 15 cm zwischen der Decke und dem Beamer, ohne dass die Bildqualität in Mitleidenschaft gezogen wird. Bei hohen Decken ist die Investition in eine höhenverstellbare Deckenhalterung sinnvoll. Diese Modelle sind zwar etwas teurer, bieten aber die Möglichkeit den Abstand zur Decke deutlich größer zu gestalten, wodurch das Bild auch besser ist.

Einstellungsmöglichkeiten

Beamer ohne Lens Shift bzw. Objektivverschiebung sollten so aufgehängt werden, dass das Objektiv horizontal mittig und auf Höhe der Leinwandoberkante ist. Da der Beamer auf dem Kopf steht, wird das Bild mit der entsprechenden Einstellung um 180° gedreht, sodass die Wiedergabe korrekt erfolgt.

Bei Beamern mit Lens Shift bzw. Objektivverschiebung ist man bei der Justierung etwas flexibler, da etwaige Montagefehler so ausgeglichen werden können.

Mit der Einstellung Geometrie-, Trapezkorrektur bzw. Keystonekorrektur können Probleme durch ein fehlerhaftes Aufhängen ebenfalls ausgeglichen werden. Nicht selten leidet hierdurch aber die Qualität des Bildes – daher gilt es schon vor der finalen Montage einen Testlauf zu machen.

Wer mit den Begriffen nichts anfangen kann, bekommt in diesem Video eine Erklärung: