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Wand oder Tapete mit Dispersionsfarbe streichen: 7 Tipps

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Wand oder Tapete mit Dispersionsfarbe streichen: 5 Tipps
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Farbeimer auf und los geht’s? Ganz so einfach ist das Streichen mit Dispersionsfarbe dann doch nicht. Beachten Sie deshalb diese 5 simplen Tipps.

Eine Vorbehandlung verputzter Flächen mit Tiefengrund wird grundsätzlich empfohlen. Dann erst trägt man die Farbe auf. Wie viel Farbe Sie benötigen, richtet sich nach der Fläche und deren Struktur. Die Reichweitenangaben von Dispersionen beziehen sich normalerweise auf den Anstrich glatter Oberflächen. Wenn Sie stattdessen Raufaser, Strukturtapeten oder Rauputz beschichten wollen, verringert sich die Reichweite zum Teil erheblich.

Tipp 1: Farbbedarf berechnen

Errechnen Sie zunächst die Fläche des zu streichenden Raumes nach der Formel: Raumumfang mal Raumhöhe minus Fenster- und Türfläche plus Deckenfläche. Kaufen Sie immer etwas mehr Farbe ein, als Sie voraussichtlich benötigen werden. Erfahrungsgemäß ist der Verbrauch an Ecken und Kanten stets höher als in der Fläche.

Tipp 2: Für Erstanstriche Farbe verdünnen

Wenn Sie eine Wand oder eine Raufasertapete zum ersten Mal streichen, sind zwei Anstriche nötig. Beim ersten verdünnen Sie die Farbe mit 10% Wasser, beim zweiten bleibt die Farbe unverdünnt. Grundsätzlich müssen Dispersionsfarben vor der Verwendung gründlich durchgerührt werden, weil sich Pigmente absetzen. Das geht am besten mit dem in die Bohrmaschine eingespannten Rührquirl.

Tipp 3: Kleckerfrei dank Abstreifgitter

Wichtigstes Werkzeug für den Anstrich sind die Farbrolle und ein Abstreifgitter. Man stellt das Gitter in den Eimer und taucht die Rolle immer so tief ein, dass sie zu einem Drittel mit Farbe benetzt ist. Durch mehrmaliges Ausrollen auf dem Gitter wird die Farbe dann gleichmäßig auf der Rolle verteilt.

Tipp 4: Decke streichen leicht gemacht

Streichen Sie immer zuerst die Decke und dann die Wände. Für die Decke sollten Sie eine Teleskop-Verlängerung benutzen, damit Sie die Rolle ohne Leiter bequem und ermüdungsfrei führen können. Man streicht abschnittsweise in sich überkreuzenden Bahnen. Die Ecken und Ränder werden vorher mit einer kleineren Rolle oder einem Pinsel bearbeitet. Rollen ist aber immer besser, weil die Struktur der Pinselstriche sich manchmal im Farbauftrag abzeichnet.

Tipp 5: Wand streichen mit der Rolle

Ist die Decke fertig, geht es ans Streichen der Wände. Wandfarbe wird in sich schräg überkreuzenden Bahnen aufgetragen. Dann rollt man quer, um die Farbe gleichmäßig zu verteilen. Zum Schluss ziehen Sie die Farbe durch senkrechtes Rollen glatt. Ob die Farbe wirklich gleichmäßig verteilt ist, lässt sich nur bei hellem Tageslicht beurteilen. Und auch dann kann sich nach dem Trocknen herausstellen, dass sie unterschiedlich gedeckt hat. Sie kommen dann um einen Zweitanstrich nicht herum.

Die Erfahrung zeigt, dass es in den meisten Fällen besser ist, zwei Mal zu streichen. Bei einem einzigen Farbauftrag ist man geneigt, zu viel Farbe zu verwenden. Die Gefahr von Tropfen und Spritzern ist hoch, und die Struktur von Raufaser oder Putz wird häufig ganz zugedeckt.