Start Tipps & Tricks Kostenfalle Durchlauferhitzer: 7 effektive Tipps die Strom sparen

Kostenfalle Durchlauferhitzer: 7 effektive Tipps die Strom sparen

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Kostenfalle Durchlauferhitzer: x effektive Tipps die Strom sparen
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In vielen Mietwohnungen sind Durchlauferhitzer noch immer im Einsatz. Und das obwohl sie eigentlich wahre Stromfresser sind. Gibt es jedoch keine Alternative, können Sie mit einfachen Tricks den Stromverbrauch dieser Geräte minimieren.

Warmes Wasser wird im Haushalt ständig benötigt. Ob zum Abwaschen, Wäsche waschen oder einfach für ein entspanntes Bad nach einem anstrengenden Arbeitstag. In den neuen Häusern kommt dabei eine zentrale Wasserbereitung zum Einsatz. In vielen Altbauten ist dies aber aufgrund baulicher Voraussetzungen oder erhöhter Kosten durch die Installation von Leitungen nicht möglich. Dann bieten Durchlauferhitzer einfach eine günstigere Alternative.

» Übrigens: Durchlauferhitzer werden nicht nur in Wohnungen verwendet, auch Gartenhäuser und Wochenenddomizile werden sehr häufig mit einem Durchlauferhitzer ausgestattet.

Stromverbrauch Durchlauferhitzer

Bei einem Durchlauferhitzer wird das Wasser, direkt beim Durchlaufen des Gerätes, erwärmt. Bis zu 60 Grad schaffen diese Geräte – je höher die eingestellte Temperatur, desto höher ist auch der Stromverbrauch. Fakt ist auch, dass ältere Modelle einen höheren Stromverbrauch besitzen als neuere.

Laut einem Bericht von kesselheld.de verbraucht ein 2-Personen Haushalt mit einem Durchlauferhitzer 3.800 Kilowattstunden im Jahr – zum Vergleich: Ohne liegt der Wert bei etwa 2700 Kilowattstunden. Der Wert ist natürlich abhängig von dem eigenen Wasserverbrauch und den im Haushalt lebenden Personen. Als Richtwert kann man 500 Kilowattstunden pro Person zusätzlich im Jahr rechnen, wenn man sein Wasser mit einem Durchlauferhitzer erwärmt.

Stromsparen beim Durchlauferhitzer – So geht’s

Das ein Durchlauferhitzer im Vergleich zur zentralen Wasserversorgung hohe Kosten verursacht, kann man nicht vermeiden. Mit ein paar einfachen Einstellungen und Änderungen kann man aber dafür sorgen, dass die Stromrechnung nicht allzu sehr in die Höhe schießt.

❖ Tipp 1: Optimale Grundeinstellung wählen

Wie oben schon erwähnt, erhöht sich der Verbrauch je wärmer der Durchlauferhitzer das Wasser erwärmen muss. Wer also beim Abwaschwasser einlassen, Baden oder Duschen noch kaltes Wasser hinzumischt, um eine optimale Temperatur zu erreichen, der verschwendet unnötig Energie.

Die Experten von ernergieverbraucher.de empfehlen eine Temperatur von etwa 39 Grad einzustellen. Das reicht für den normalen Alltag völlig aus. Wer keine Temperaturskala an seinem Einstellungsrad hat, sollte den Regler auf die mittlere Position stellen.

❖ Tipp 2: Wasserhähne auf kalt stellen

Es gibt Situationen im Alltag, da verwendet man gewohnheitsbedingt warmes Wasser, obwohl dies eigentlich nicht unbedingt zwangsläufig notwendig ist – so z.B. beim Hände waschen. Jedes Mal, wenn der Hahn mit warmen Wasser geöffnet wird, springt der Durchlauferhitzer an und verbraucht Energie – auch wenn es nur für einige Sekunden ist.

Diese Energie können Sie ganz einfach sparen, indem Sie die Wasserhähne immer auf die kalte Position stellen. Am Anfang ist es sicherlich ungewohnt, aber irgendwann denkt man gar nicht mehr darüber nach.

Die Warmwasser-Position bzw. den Hahn für das Warmwasser sollten Sie also nur verwenden, wenn Sie auch wirklich warmes Wasser benötigen.

❖ Tipp 3: Moderne Geräte verwenden

Wie bei vielen anderen Dingen auch, gibt es auch bei den Durchlauferhitzern unterschiedliche Modelle. Vor allem ältere Modelle haben einen deutlichen höheren Verbrauch als neuere Geräte. Ein großer Unterschied ist beispielsweise, dass die Vorgänger oft hydraulisch arbeiten, währenddessen die Nachfolger elektrisch funktionieren. Ein Wechsel kann hier beispielsweise bis zu 30 Prozent einsparen. Bei den neueren Geräten wird das Wasser effizienter erwärmt und die Temperatur besser reguliert. Das kann im Jahr einige Euros einsparen.

❖ Tipp 4: Durchlauferhitzer entkalken

Kalkablagerungen sorgen nicht nur bei Waschmaschine, Wasserhahn & Co. für Probleme. So können diese bei einem Durchlauferhitzer dafür sorgen, dass die Wärme schlechter an das Wasser abgegeben werden kann. Das sorgt folglich dafür, dass mehr Energie aufgebracht werden muss, um die nötige Temperatur zu erreichen. Und das wiederum lässt die Kosten in die Höhe schellen.

Empfehlenswert ist es also, wenn Sie den Durchlauferhitzer entkalken. Wie das gemacht wird, erklären Ihnen die Experten von heizung.de Schritt für Schritt, sodass dabei gar nichts schief gehen kann.

Zum Entkalken können Sie Essig vermischt mit drei Teilen Wasser oder andere Entkalker aus dem Fachmarkt verwenden.

❖ Tipp 5: Sparbrause verwenden

Sparbrausen sorgen dafür, dass bis zu 50 Prozent weniger verbraucht wird als normal. Die Funktionsweise ist je nach Modell unterschiedlich. Einige Modelle reduzieren die Durchlaufmenge, andere verteilen das Wasser über eine spezielle Düsentechnik. Das Prinzip ist egal – bei beiden Varianten wird Wasser und dementsprechend auch Strom zum Erhitzen gespart.

Als Sparbrausen gelten alle Modelle, die weniger als 12 Liter Wasser pro Minute durchlassen.

❖ Tipp 6: Stromanbieter wechseln

Wer alle Tipps beherzigt und ausprobiert hat, aber immer noch nicht zufrieden ist, sollte sich unbedingt mal die genauen Kosten beim jeweiligen Stromanbieter anschauen. Oft ist es so, dass die Leute über Jahre zahlen, aber einen Wechsel nicht in Erwägung ziehen, dabei lassen sich hier manchmal einige hundert Euro sparen.

Wer also nicht länger mehr als nötig zahlen möchte, sollte seine entsprechenden Daten unbedingt mal beim einem Stromanbietervergleich, wie z.B. verivox.de eingeben und verschiedene Stromtarife miteinander vergleichen. Dazu müssen Sie einfach nur die Postleitzahl, die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen und den ungefähren Verbrauch in Kilowattstunden angeben. Anschließend werden Ihnen eine Reihe von Anbietern angezeigt. Um einzelne Ergebnisse miteinander vergleichen zu können, müssen Sie nur ein Häckchen im entsprechenden Feld setzen.

❖ Tipp 7: Duschen statt Baden

Duschen gilt generell als sparsamere Alternative zum Baden. Wer lieber baden geht, der muss nicht nur mit höheren Wasserkosten rechnen, sondern auch mit höheren Stromkosten, die durch den Durchlauferhitzer zustande kommen.

Ein Vollbad entspricht laut Experten rund 7 Mal eine Dusche von etwa 3 Minuten.