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Wasserschaden selbst trocknen – in 4 Schritten erklärt

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Wasserschaden selbst trocknen
© Dron - Fotolia.com

Ob technischer Defekt oder starker Regenguss, bei einem Wasserschaden muss schnell gehandelt werden. Wir erklären, wie Wände und Böden wieder trocken werden.

Eben war die Welt noch in Ordnung und wenige Minuten später steht man pitschnass in einer Pfütze. Ob Rohrbruch, defekte Waschmaschine oder sogar Hochwasser, das Ausmaß eines solchen Wasserschadens ist auf den ersten Blick gar nicht ersichtlich. Fakt ist, hier muss schnell gehandelt werden, damit Möbiliar, Wände und Fußböden bald wieder nutzbar und wohnlich werden.

Wasserschaden – was nun?

Viele Haus- und Wohnungsbesitzer brechen in Panik aus, wenn Sie feststellen, dass sich Wasser unkontrolliert auf dem Boden ausbreitet. Diese Reaktion ist verständlich, aber kontraproduktiv. Versuchen Sie also Ruhe zu bewahren und sammeln Sie Ihre Gedanken. Ist der Schaden durch einen technischen Defekt oder äußere Natureinflüsse aufgetreten, stoppen Sie die Stromzufuhr und schließen Sie den Haupthahn. Damit wird weiteres Eindringen von Wasser gestoppt und es kann zur Schadensbegutachtung übergegangen werden. Bevor Sie anfangen aufzuräumen, dokumentieren Sie alle Schäden mit Fotos. Das ist wichtig, damit es später nicht zu Unstimmigkeiten mit der Versicherung kommt. Den genauen Ablauf der ersten Maßnahmen nach einem Wasserschaden können Sie dieser detaillierten Infografik entnehmen.

Wasserschaden Infografik
Foto © friendsurance

Wasserschaden Trocknung – Schritt für Schritt Anleitung

Selbstverständlich können Sie einen Fachmann zu Rate ziehen, was bei starkem Wassereindrang auch anzuraten ist. Ist der Schaden überschaubar und Sie möchten selbst dafür sorgen, dass Wände und Böden wieder trocknen, gehen Sie folgt vor:

❍ Schritt 1 – Stehendes Wasser beseitigen

Es versteht sich wohl von selbst, dass zunächst das Wasser aus den Räumen entfernt werden muss. Dazu nehmen Sie am besten einen Eimer und einen Wischlappen, oder auch eine Kehrschaufel und schöpfen das Wasser ab. Sind die Wassermassen sehr groß, empfiehlt es sich, einen Nasssauger oder eine flach saugende Pumpe zu benutzen. Nassauger können in den meisten Baumärkten geliehen werden, nachfragen lohnt sich, wenn ein Kauf sich nicht rentiert.

❍ Schritt 2 – Aufräumen

Wasser sucht sich immer einen Weg, deshalb sollten jetzt alle Möbelstücke, Teppiche etc. aus dem betroffenen Raum entfernt werden – auch wenn sie vermeintlich trocken aussehen. Erst wenn der Raum komplett leer ist, sehen Sie, inwieweit das Wasser Schaden angerichtet hat.

❍ Schritt 3 – Mit der Trocknung beginnen

Als Laie könnte man meinen, dass es genügt, alle Fenster aufzureißen oder die Heizung bis zum Anschlag aufzudrehen. Leider reicht das für die Trocknung des Wasserschadens nicht aus – bzw. es würde viel zu lange dauern. Jetzt muss professionelles Gerät her, um Schimmelbildung zu vermeiden. Allerdings wäre es viel zu kostspielig, sich wegen dieser (hoffentlich) einmaligen Aktion einen Bautrockner zu kaufen. Die BWT Bauwerkstrocknung mit Sitz in Nordrhein-Westfalen bietet Mietgeräte bundesweit an und wirbt mit einer 24 Stunden Expresslieferung. Die Nutzung eines haushaltsüblichen Luftentfeuchters kann nicht empfohlen werden, da die Kraft dieser Geräte nur für leichte Feuchtigkeit, wie sie beispielsweise im Bad entsteht, ausreichend ist.

Funktionsweise eines Bautrockners im Video kurz erklärt

❍ Schritt 4 – Bestandsaufnahme

Sind alle Räume und auch Böden getrocknet, muss das Mauerwerk kontrolliert werden. Feuchtigkeit, die sich in den Wänden „verkrochen“ hat, ist nicht immer auf den ersten Blick sichtbar. Fast jedes Haus hat Hohlräume, die zum Beispiel durch das Anbringen einer Wärmedämmung entstehen. Warten Sie deshalb mit dem Renovieren noch einige Tage und kontrollieren Sie, ob sich erneut kleine Wasserpfützen bilden. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass das gestaute Wasser aus den Hohlräumen fließt. Auch ansteigende Luftfeuchtigkeit ist womöglich ein Indiz dafür, dass sich noch Wasser hinter der Dämmschicht befindet. Im Zweifelsfall immer einen Fachmann konsultieren!

Foto1: Foto © friendsurance