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Dunkle Wand heller streichen – Tipps zur Durchführung und richtigen Wandfarbe

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Dunkle Wand heller streichen - So geht's
© Thomas Siepmann - Fotolia.com

Eine dunkle Wand heller zu streichen, ist oft leichter gesagt als getan. Es kommt vor allem auf die richtige Wandfarbe an, um erfolgreich zu sein.

Eine Wand von mal zu Mal dunkler zu streichen, ist ein absolutes Kinderspiel. Doch irgendwann hat man die Nase voll von dunklen Farben und was dann? Dann muss die dunkle Wandfarbe mit einer hellen überstrichen werden. Jeder, der das schon einmal probiert hat, weiß, dass das gar nicht so einfach ist. Wer die falsche Farbe wählt, wird auch nach häufigem Überstreichen immer noch das Problem haben, dass das Dunkle durchscheint. Diesen Aufwand können Sie sich sparen, wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen.

Tipp 1: Wandfarbe mit hoher Deckkraft wählen

Bei den meisten handelsüblichen Wandfarben für Innenräume handelt es sich um Dispersionsfarben, die aus einer Mischung aus Binde- und Füllstoffen sowie Lösungsmitteln, Pigmenten und diversen Zusatzstoffen bestehen. Das Deckungsvermögen dieser Farben ist in der Europäischen Norm EN 13300 in die Klassen 1 bis 4 unterteilt. Beim Überstreichen sollten Sie auf jeden Fall eine Farbe der Klasse 1 wählen.

Der Deckungsgrad der Klasse 1 liegt bei mindestens 99,5 % und ein einziger gründlicher Anstrich ist für ein sehr gutes Ergebnis bereits ausreichend. Ein kleiner Wermutstropfen: Diese hochwertigen Farben sind deutlich teurer als Produkte mittlerer oder sogar minderwertiger Qualität. Dennoch lohnt sich die kleine Investition in Qualität für Sie. Nichts ist ärgerlicher, als nach einem mühsamen Anstrich festzustellen, dass die dunkle Farbe trotz aller Sorgfalt immer noch durchscheint.

Tipp 2: Nassabriebbeständigkeit der Farbe beachten

Wenn Sie eine dunklere mit einer helleren Wandfarbe überstreichen, werden Verunreinigungen künftig schneller und deutlicher sichtbar sein. Damit die Reinigung problemlos funktioniert, ist eine gute Nassabriebbeständigkeit der neuen Farbe unerlässlich.

Die Nassabriebbeständigkeit ist in der Norm EN 13300 in die Klassen 1 bis 5 unterteilt. Sie gibt Auskunft darüber, wie gut die Farbe eine feuchte Reinigung übersteht. Die Klasse 1 ist vor allem bei sehr hochwertigen Latexfarben anzutreffen. Sofern keine allzu große Gefahr regelmäßiger Verunreinigungen besteht, sind Farben der Nassabriebklasse 2 allerdings ausreichend und im Preis spürbar günstiger. Sie sind scheuerbeständig und überstehen eine gewöhnliche Reinigung in aller Regel unbeschadet.

Tipp 3: Beim Überstreichen sorgfältig vorgehen

Die beste Qualität der Farbe nützt wenig, wenn Sie beim Überstreichen nicht gründlich vorgehen. Achten Sie darauf, dass die Farbe auf der Farbrolle gleichmäßig verteilt ist. Dippen Sie die Rolle leicht in die Farbe und rollen Sie dann am Sieb ab. Wiederholen Sie den Vorgang mehrfach, bis keine trockenen Stelle mehr zu erkennen sind. Andererseits darf die Farbe nicht abtropfen.

Gehen Sie beim Streichen in aller Ruhe vor und lassen Sie die Farbrolle mehrere Male pro Bahn auf der ganzen Länge der Wand auf- und abgleiten. Prüfen Sie das Ergebnis bei Tageslicht nach mindestens sechs Stunden. Die Gründlichkeit Ihrer Arbeit können Sie erst beurteilen, nachdem die Wandfarbe getrocknet ist.

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