Start Tipps & Tricks Tipps: Renovieren Bilder gerade aufhängen – Mit dieser Anleitung klappt’s

Bilder gerade aufhängen – Mit dieser Anleitung klappt’s

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Bilder gerade aufhängen
© JackF - Fotolia.com

Bilder sollten niemals wahllos an die Wand gehängt werden. Das wirkt unruhig. Halten Sie sich lieber an diese Anleitung und hängen Sie die Bilder gerade auf.

Bilder an den Wänden geben der Einrichtung den letzten Schliff. Egal, ob es sich dabei um Familienfotos, Naturaufnahmen, Kunstdrucke, echte Gemälde oder Poster handelt – die Bilder sollten mit Bedacht platziert werden und gerade hängen. Man sagt zwar „Schief hat Charme“, aber mal ehrlich, das ist doch nur eine Ausrede für alle, die ohne Wasserwaage und sonstige Hilfsmittel Nägel in die Wand schlagen. Unsere Anleitung zeigt, wie Sie mit wenig Aufwand Ihre Bilder gerade aufhängen!

Einzelnes Bild oder Galerie an der Wand?

Bevor Sie loslegen, suchen Sie den richtigen Platz aus. Möchten Sie eine triste Ecke verschönern oder Ihrem Lieblingsbild einen prominenten Hängeplatz geben? Außerdem ist es wichtig, ob Sie nur ein Bild aufhängen oder mehrere nebeneinander beziehungsweise übereinander aufhängen möchten. Wer übrigens öfter einmal wechseln möchte, kann mit einer Hängeschiene oder einer Bilderleiste die ideale Voraussetzung für eine private Wechselausstellung schaffen.

Das brauchen Sie, wenn Sie Bilder an der Wand aufhängen möchten:

  • Wasserwaage
  • Hammer und Nägel bzw. bei Betonwänden Bohrmaschine, Haken und Dübel
  • starke Klebestreifen, wenn die Wand nicht beschädigt werden soll
  • Metermaß
  • Bleistift
  • Backpapier für die erste Planung
  • eine zweite Person, wenn möglich

So hängen Sie Bilder gerade auf

❍ Schritt 1 – Anordnung festlegen:

Falls mehrere Bilder an die Wand sollen, machen Sie zunächst eine Skizze, in der Sie die Anordnung festlegen. Gut ist es, wenn die Bilder nicht wahllos verteilt werden, sondern einem System folgen. Bringen Sie entweder die Oberkanten oder die Unterkanten auf eine gleichmäßige Höhe. Schön sieht auch eine gedachte horizontale Linie aus, an der Sie die Bilder abwechselnd nach oben oder unten anordnen.

Sie haben viele unterschiedliche Bilder? Dann achten Sie auf ein verbindendes Element: Ähnliche Motive, gleiche Rahmen, gleiche Größen oder Farben aus einem bestimmten Farbspektrum bringen Ruhe in die Bilderflut. Mit einer speziellen Hängung sorgen Sie für Ordnung im Chaos. Geeignet sind zum Beispiel die Petersburger Hängung oder die Rasterhängung.

Halten Sie Einzelbilder an die Wand und bitten Sie eine zweite Person, die Höhe zu prüfen. Wenn Sie alleine sind, schneiden Sie die Umrisse aus Backpapier aus und heften Sie den Papierschnitt mit Tesafilm an die Wand. So können Sie selbst überprüfen, wie das Bild an dieser Stelle wirkt. Die Anordnung mehrerer Bilder testen Sie auf die gleiche Weise.

❍ Schritt 2 – Aufhängepunkte an die Wand zeichnen:

Jetzt zeichnen Sie den oder die Aufhängepunkte mit Bleistift vorsichtig an die Wand. Kontrollieren Sie die Abstände mit dem Meterstab. Für eine absolut gerade Ausrichtung sorgt die Wasserwaage. Damit das bei einem Bild mit einem einzigen Aufhänger funktioniert, muss sich der Aufhänger exakt in der Mitte des oberen Rahmens befinden.

Bilder ohne Aufhänger können Sie mit Klebestreifen oder Powerstrips (beispielsweise hier erhältlich) an der Wand befestigen. Dafür die Ecken des Bildes an der Wand anzeichnen, Position mit der Wasserwaage prüfen und eventuell korrigieren.

❍ Schritt 3 – Dübel/Nagel in die Wand bringen:

Schlagen Sie an den vorgezeichneten Stellen einen Nagel in die Wand oder greifen zur Bohrmaschine. Für schwerere Bilder empfiehlt sich immer eine Aufhängung an einem eingedübelten Haken, damit das Kunstwerk sicher hängt.

Bilder ohne Aufhänger müssen Sie mit Strips an der Wand anbringen. Ziehen Sie die Schutzfolie dazu einfach ab und drücken Sie das Bild fest an.

❍ Schritt 4 – kleine Korrekturen vornehmen:

Wenn trotz aller Sorgfalt das Bild minimal schief hängt, nehmen Sie es nochmals ab und bringen Sie an den beiden oberen Ecken rückwärtig zwei Klebepunkte an. Nun das Bild mit der Wasserwaage nochmals exakt auf dem Nagel oder Haken ausrichten und die beiden Ecken fest an die Wand drücken. Hier sollten Sie tatsächlich besser zu zweit sein: Einer hält die Wasserwaage, der andere bringt das Bild in Position.