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Tisch aus einer Baumscheibe bauen

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Tisch aus Baumscheibe
© etfoto - Fotolia.com

Ein kleiner Tisch aus einer Baumscheibe, passt perfekt zum natürlichen Einrichtungsstil. Hier die Anleitng, für einen Tisch aus einer Baumscheibe.

Holz ist das ideale Material für alle, die sich gemütlich einrichten möchten. Es strahlt nicht nur angenehme Wärme und Natürlichkeit aus, sondern lässt sich auch vielfältig und verhältnismäßig einfach verarbeiten. Wer seine eigenen vier Wände gern mithilfe von verschiedenen DIY-Projekten aufwertet, wird um den Rohstoff Holz einfach nicht herumkommen. In diesem Beitrag soll es um genau solch ein DIY Projekt gehen, denn wir erklären, wie Sie aus einer Baumscheibe einen Tisch bauen können.

DIY: Kleiner Beistell- oder Couchtisch aus Holz

In diesem DIY geht es nicht darum, einen riesigen Ess- oder Küchentisch zu bauen, sondern um die Herstellung eines kleinen Tischchens – beispielsweise als Dekoelement, Blumen-Erhöhung oder im Couch-Bereich.

Wie groß der Tisch letztlich sein wird, hängt selbstverständlich vom Durchmesser der Baumscheibe ab. Die meisten Scheiben, die man beispielsweise beim Förster oder manchmal auch im Baumarkt bekommt, haben einen Durchmesser von 30 bis 40 Zentimeter. Diese Maße eignen sich hervorragend für den Bau eines kleinen Tisches.

➔ Hinweis: Es ist Verboten, Holz ohne Erlaubnis aus dem Wald zu holen. Wer sich hierbei erwischen lässt, riskiert im schlimmsten Fall eine Anzeige wegen Diebstahls.

Tisch aus Baumscheibe bauen: Schritt für Schritt-Anleitung

Schritt #1: Die Wahl der Holzscheibe

Natürliche Baustoffe haben die Eigenschaft, immer anders auszusehen. Und so kommt es, dass jeder Tisch, dessen Platte eine Holzscheibe ist, anders aussehen wird. Mal dick und mal dünner, mal kreisrund, mal aufregend verformt, mal mit kleinen Macken und mal mit den perfekten Baumringen – es gibt unendlich viele Erscheinungsformen von Baumscheiben.

➔ Tipp: Je dicker die Baumscheibe, desto massiver wirkt der Tisch. Eine dünne Baumscheibe erschafft im Handumdrehen einen filigranen Look.

Welche Variante am besten ist, entscheidet am ehesten der übrige Einrichtungsstil, in den das Tischchen integriert werden soll. Wer eine Baumscheibe in einen kleinen Tisch verwandeln will, sollte sich bei der Auswahl auf jeden Fall Zeit lassen und nicht gleich bei der erstbesten Variante zuschlagen. Wenn sich beispielsweise die Situation ergibt, dass ein Freund oder Familienmitglied einen Baum in seinem Garten fällen lässt, bietet das die ideale Möglichkeit, verschiedene Holzscheiben miteinander zu vergleichen und sich die perfekte auszusuchen.

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Schritt #2: Baumscheibe reinigen

Egal, woher die Baumscheibe kommt – die Wahrscheinlichkeit, dass sie bei ihrer Ankunft in Ihren vier Wänden dreckig ist, ist ziemlich groß. Damit hieraus ein kleiner Beistelltisch entstehen kann, muss die Scheibe zunächst einmal gründlich gereinigt werden. Der nächste Schritt sollte erst begonnen werden, wenn die Baumscheibe vollständig getrocknet ist.

Schritt #3: Baumscheibe abschleifen

Natürlich soll ein Tisch aus einer Holzscheibe immer eine gewisse Natürlichkeit und vielleicht auch etwas Raues und Unbändiges ausstrahlen. Dennoch ist es wichtig, die Baumscheibe sorgfältig abzuschleifen, ehe sie in einen Tisch verwandelt wird. Andernfalls ist die Verletzungsgefahr durch Splitter, Kanten und Risse einfach zu groß. Doch keine Sorge, durch das Abschleifen verliert die Baumscheibe auf keinen Fall ihre Natürlichkeit. Sie wird vielmehr veredelt und nicht selten kommen Besonderheiten des Holzes, beispielsweise feine Jahresringe und Astlöcher, erst jetzt richtig zur Geltung.

Schritt #4: Baumscheibe ölen, lasieren oder lackieren

Beim nächsten Schritt sollte jeder entsprechend seiner persönlichen Vorlieben handeln. Während die einen die Baumscheiben gern lackieren oder lasieren wollen, setzen andere völlig auf Natur und nutzen nur ein Öl, um das Holz zu versiegeln. Alle Techniken dienen dem Zweck, das Holz möglichst langlebig zu machen und vor äußeren Einflüssen zu schützen.

➔ Tipp: Kokosöl und Bienenwachs sind nicht nur natürliche Veredelungen für das Holz, sie verströmen auch einen besonders leckeren Duft. Außerdem sind sie nicht schädlich für Kinder und Haustiere.

Schritt #5: Beine anbringen

Nun wird es richtig individuell. Im Hinblick auf die Tischbeinen kann gesagt werden: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Hier darf jeder zukünftige Tischbesitzer seiner Fantasie freien Lauf lassen. Möglich sind beispielsweise:

  • Tischbeine aus Holz
  • Tischbeine aus Metall, zum Beispiel Kupferrohr, Messing oder Stahl
  • Tischbeine aus Kunststoff

Die entsprechenden Materialien sowie Schrauben, Unterlegscheiben usw. können in der Regel im Baumarkt besorgt werden. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, einen Ausflug auf den Flohmarkt oder zum Sperrmüll zu machen und dort Ausschau nach stylischen Füßen für den Baumscheiben-Tisch zu halten. Auch ausrangierte Hocker, Stühle und natürlich Tische, die seit Monaten oder gar Jahren auf dem Dachboden oder im Keller ihr tristes Dasein fristen, können ihre Beine „spenden“ und somit zumindest eine teilweise Renaissance feiern.

Je größer der Kontrast zwischen Baumscheibe und Beinen ist, desto interessanter wirkt der Tisch am Ende. Beine aus Kupfer oder gebürstetem Stahl verleihen ihm beispielsweise eine spannende Industrial Design-Note, schlanke, hell lackierte Holzbeine hingegen bringen einen Hauch skandinavisches Design mit sich.
Und noch ein Tipp: Besonders modern wirkt ein Beistelltisch, wenn er nur auf drei Beinen steht. Diese müssen natürlich so ausgerichtet werden, dass der Tisch nicht kippelt oder gar umfallen kann. Ein gleichmäßiger Abstand zwischen allen drei Beinen ist der Schlüssel zum Erfolg.

Wurden die Beine sicher montiert, ist der Beistelltisch auch schon fertig. Dieses Möbelstück lässt sich in nur wenigen Schritten und mit rudimentären Handwerker-Fähigkeiten selber bauen. Hat man den Dreh erst einmal raus, dauert es meist nicht lang, bis weitere Varianten folgen und man sich an immer neue Designs und Materialien herantraut.