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Quellstein selber bauen – Anleitung & Tipps

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Quellstein selber bauen
© M. Schuppich - Fotolia.com

Ein Quellstein hat auch in kleinen Gärten Platz, wo die Anlage eines Gartenteichs nicht möglich erscheint. Erfahren Sie hier, wie Sie ihn selber bauen können.

Nicht jeder Garten lässt Ihnen die Möglichkeit, einen Gartenteich anzulegen. Dennoch müssen auch die Besitzer von kleinen Gärten oder Balkonen nicht darauf verzichten, dass es bei ihnen in Zukunft leise plätschert und eine gemütliche Wohlfühloase entsteht. Quellsteine sind wahre Jungbrunnen und schenken in Verbindung mit Wasser, Stein und Grünpflanzen ungeahnte Glücksgefühle. Wie sich der kleine Springbrunnen ganz einfach selber bauen lässt, können Sie hier nachlesen.

Welcher Stein kann zum Quellstein werden?

Für die sprudelnde Wasserquelle im eigenen Garten sind prinzipiell alle Steine geeignet, in denen kein Kalk enthalten ist. Um die Attraktivität des Quellsteins zu erhöhen, werden meist Findlinge aus Granit oder Marmor genutzt. Granit erlaubt durch seine schillernde Optik im Spiel mit dem Wasser hübsche Reflexe. Ein Stein aus Marmor wirkt dagegen besonders edel.

Die Steine können von der Natur geschaffen oder von Hand behauen sein. Hier zählen der eigene Geschmack und die eigene Kreativität. Das Tolle: Jeder Stein ist ein Unikat und ein Stück Natur, welches sich sehr gut in eine naturnahe Umgebung mit Pflanzen integriert. Im Gegensatz zum Gartenteich kann der Quellstein außerdem nicht zur Gefahr für Kinder werden.

Was kostet ein Quellstein?

Hier gibt es Unterschiede. Am wenigstens kostet Sie ein Findling, den Sie selbst bei einem Spaziergang am Fluss oder am Meer entdeckt haben. Da die Steine aber ein gewisses Gewicht mitbringen, ist es meist nicht möglich einen Quellstein einfach aus dem Urlaub oder vom Sonntagsspaziergang mitzubringen. Konzentrieren wir uns daher auf die im Handel erhältliche Exponate. Meist wird von Preisen pro Kilogramm ausgegangen. Die Preise variieren auch hinsichtlich der Größe und des Materials des späteren Quellsteins.

Für den Mini-Springbrunnen eignen sich kleine runde Granitsteine, welche etwa 30 bis 40 Euro kosten und einen Durchmesser von zirka 20 Zentimetern besitzen. Für einen Flusskiesel von etwa 30 Zentimetern Umfang werden schon zwischen 100 und 200 Euro fällig. Ein Basaltfindling von etwa einem Meter Länge wird Sie in etwa 1.000 Euro kosten.

Wichtig:
Bedenken Sie bei größeren Steinen auch die Anlieferung, welche aufgrund des Gewichtes nur mit Spezialfahrzeugen und entsprechender Technik machbar ist. Hier können weitere Kosten im dreistelligen Bereich entstehen.

Wohin mit dem Quellstein?

Der Standort des Quellsteins sollte vorab feststehen, damit er an Ort und Stelle angeliefert werden kann, denn größere Steine lassen sich kaum über größere Strecken manuell bewegen. Der perfekte Standort für einen Quellstein ist dort, wo Sie ihn am besten einsehen und genießen können. Stellen Sie den Quellstein am besten unweit des Sitzplatzes im Garten oder der Terrasse auf. Beachten Sie aber, dass ein Stromanschluss in der Nähe sein sollte.

Das benötigen Sie für einen Quellstein

  • Quellstein
  • Steinbohrer
  • Kies
  • Erdkabel
  • Wasserpumpe
  • Auffangbecken mit Abdeckung
  • Stromanschluss für die Inbetriebnahme
  • Pflanzen für die Dekoration

Anleitung für den Bau eines Quellsteins

❍ Schritt 1 – Kernbohrung durchführen:

Ganz gleich, für welchen Stein Sie sich letztlich entschieden haben, er benötigt ein Bohrloch, damit später der Schlauch der Wasserpumpe durchgeführt werden kann. Das Bohrloch muss einen Durchmesser von etwa drei Zentimeter aufweisen (abhängig vom Durchmesser des Pumpenschlauches). Das Problem: Auch geübte Heimwerker werden häufig nicht den passenden Steinbohrer besitzen. Es bietet sich daher an, sich die Arbeit von einem erfahrenen Steinmetz erledigen zu lassen oder im Teichfachhandel nach vorgebohrten Quellsteinen Ausschau zu halten.

❍ Schritt 2 – Stein positionieren:

Am gewünschten Standort müssen Sie nun die Grube für den späteren Brunnen ausheben. Achten Sie dabei darauf, dass das Wasserbassin eine gerade Auflage findet. Das Bassin anschließend ausrichten und einschlämmen.

Haben Sie sich für große und schwere Quellsteine entschieden, werden Sie ein kleines Fundament anlegen müssen. Den Quellstein dazu auf einen Rost legen oder Mauerziegel als Unterlage wählen. Wichtig ist eine sichere und stabile Auflage.

❍ Schritt 3 – Pumpentechnik installieren:

Nun die Pumpe im Wasserbecken installieren. Den Schlauch dazu durch das Loch des Quellsteins führen und mit der Pumpe verbinden. Die Wasserpumpe sorgt dafür, dass Wasser in den Quellstein fließt und anschließend wieder aufgefangen und zurückbefördert wird.

Tipp:
Testen Sie, ob der Wasserkreislauf funktioniert, bevor Sie das Wasserbecken abdecken und verkleiden.

Der Quellstein ist richtig installiert, wenn das Wasser aus dem Bassin aufgesaugt wird, durch den Pumpenschlauch fließt, mit leichtem Druck aus der Öffnung des Steins quillt und dann anschließend zurück ins Wasserbecken läuft. Ist die Pumpe zu schwach, kann es passieren, dass nur ein Glucksen zu vernehmen ist und der Druck nicht ausreicht, um das Wasser durch den Schlauch bis zum oberen Ende des Quellsteins zu befördern.

❍ Schritt 4 – Quellstein dekorieren:

Funktioniert die Technik, können Sie letzte Verschönerungsarbeiten durchführen und das Bassin mit Pflanzen dekorieren.

Wichtig:
Füllen Sie regelmäßig Wasser nach, damit die Pumpe störungsfrei arbeiten kann und es nicht zu Beschädigungen des Motors kommt.

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