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Decke und Wände streichen: die Vorbereitung

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Decke und Wände streichen: Vorbereitung
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Bevor es losgehen kann mit dem Streichen von Wänden und Decke muss der Untergrund geprüft werden. Dafür stehen drei Methoden zur Verfügung.

Wenn Sie die Decken und Wände Ihrer Wohnung weiß oder farbig streichen wollen, ist es Ihre Entscheidung, ob Sie direkt auf die Wand streichen oder eine Raufaser- bzw. Strukturtapete als Untergrund nehmen. Im ersten Fall muss die Wand besonders gut vorbehandelt werden, da man noch die kleinste Unregelmäßigkeit nach dem Anstrich sieht. Wird zuvor tapeziert, reduziert sich der Vorbereitungsaufwand ein wenig.

Grundsätzlich sind die folgenden Untergründe für einen Anstrich mit Dispersions­farben geeignet:

  • Beton
  • Porenbeton
  • Ziegelmauerwerk
  • Kalksandstein
  • Zementputz
  • mineralischer Putz
  • Kunstharzputz
  • Gipsputz
  • Gipskarton- oder Gipsfaserplatten
  • Raufaser
  • Textiltapeten
  • Vinylschaumtapeten
  • feste Altanstriche.

Damit Sie ein optimales Arbeitsergebnis erzielen, sollten Sie den jeweiligen Untergrund zunächst gründlich prüfen.

Sicht- und Wischprüfung

Bei einer Sichtprüfung schauen Sie, ob es Verfärbungen, Verschmutzungen, Fettflecken, Ausblühungen, lose Tapeten oder Ablösungen von Altanstrichen gibt. Durch eine Wischprüfung mit einem dunklen Tuch stellen Sie fest, ob Altanstriche kreiden oder Putze sanden bzw. abbröckeln.

Kratzprobe

Eine Kratzprobe mit einer Messerspitze oder einer Schraubendreherklinge gibt Ihnen Aufschluss darüber, ob womöglich der gesamte Putz mürbe und nicht mehr tragfähig ist. Wenn Sie mit den Fingerknöcheln auf den Putz klopfen, merken Sie zudem, ob er fest mit dem Mauerwerk verbunden ist. Bei Putzablösungen klingt es hohl.

Abreißprüfung

Bei Altanstrichen empfiehlt es sich, durch die Abreißprüfung festzustellen, ob die Farbe fest auf dem Untergrund sitzt. Man reibt dazu einen Streifen Klebeband fest auf den vorhandenen Anstrich und reißt ihn dann ruckartig ab. Bleiben Teile des Anstrichs hängen, muss die Fläche vor dem Neuanstrich zunächst stabilisiert werden.