Start Grundkurse Grundkurs Tapezieren & Malern Anstrichtechnik Teil 4: Schwammtechnik für zarte Muster und Strukturen

Anstrichtechnik Teil 4: Schwammtechnik für zarte Muster und Strukturen

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Anstrichtechnik Schwammtechnik
© Paweł Michałowski - Fotolia.com

Mit der Schwammtechnik können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ob Pünktchen, Streifen oder abstrakte Formen, alles ist erlaubt und machbar.

Ob mit dem festen Schwamm schwungvoll gewischt oder mit dem weichen Naturschwamm zart getupft – die Schwamm-Technik setzt Ihrer Kreativität keine Grenzen. Zur Vorbereitung streichen Sie die Wand mit einer Grundfarbe und lassen diese über Nacht durchtrocknen. Am besten wählen Sie eine Dispersionsfarbe, die seidenglänzend oder hochglänzend auftrocknet. Auf diesem Untergrund trocknen die anschließend aufzubringenden Effektfarben nicht so schnell an.

Anstrichtechnik mit Natur- oder Spezialschwamm

Zum Auftragen der Effektfarben gibt es einen Spezialschwamm zu kaufen, der auf seiner Arbeitsseite Erhöhungen besitzt. Der Schwamm wird angefeuchtet und mit etwas Farbe benetzt. Damit wischen Sie dann in immer gleichmäßigen Bewegungen über die Fläche. Es entstehen zarte Muster und Strukturen. Alternativ nehmen Sie einen weichen Naturschwamm und tupfen die Farbe in einem oder mehreren Arbeitsgängen auf.

Schwammtechnik mit Effekthandschuh oder Bürste

Statt mit dem Schwamm können Sie auch mit einem Spezialhandschuh (z.B. einem Effekthandschuh) oder einer Bürste Effektfarben auf einen entsprechend vorbereiteten Untergrund auftragen. Der Handschuh wird übergestreift und dann in die ausgewählte Dekorfarbe getaucht. Sie wischen damit ohne Druck in verschiedenen Richtungen über die mit einer Grundfarbe gestrichene Wand, bis das gewünschte Resultat erreicht ist.

Sehr schön sind auch die gewischten Strukturen, die Sie mit einer Bürste herstellen können. Man taucht nur die Spitzen der Borsten in die Farbe und führt das Werkzeug dann mit leichtem Druck in unregelmäßigen Schwüngen über die Wand. Um eine harmonische Wirkung zu erzielen, sollten Sie diagonale Streifen möglichst in Richtung des Lichteinfalls bürsten. Weitere Werkzeuge zum Auftragen von Effektfarben sind so genannte Stupfringe und Effektroller. Sie können aber auch mit Tüchern oder Fensterledern arbeiten, indem sie die Wickel-Technik anwenden. Das Tuch wird dazu mit Farbe benetzt, dann gut ausgedrückt und dann in unregelmäßigen Abständen auf die Wand gepresst.

Hier noch einmal im Video Schritt für Schritt erklärt:

Teil 1: ➤ Anstrichtechnik Teil 1: Dekor-Effekte mit bunten Farbplättchen
Teil 2: ➤ Anstrichtechnik Teil 2: Streifentechnik lockert große Flächen auf
Teil 3: ➤ Anstrichtechnik Teil 3: Mit Schablonen Wände aufpeppen
Teil 5: ➤ Anstrichtechnik Teil 5: Mit Spachtelmasse mediterrane Wände gestalten