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Phasenprüfer

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Phasenprüfer
© Peter Heimpel - Fotolia.com

Ein Phasenprüfer wird in der Umgangssprache auch häufig als Spannungsprüfer bezeichnet. Er ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Überprüfung von Wechselspannungen im Bereich von 100 bis 250 Volt.

Der Phasenprüfer hat das Aussehen eines Schraubenziehers und verfügt über eine kleine Glimmlampe am Ende des Griffes. Die Spitze des Phasenprüfers wird nun an die Stromquelle, zum Beispiel eine Steckdose, gehalten. Das obere Ende des Werkzeuges berührt man dabei mit einem Finger. Die Glimmlampe leuchtet dann auf, wenn die Stromquelle unter Strom steht, wenn es sich also um einen so genannten Außenleiter handelt.

Während dieser Prüfung fließt etwas Strom durch den menschlichen Körper, da dieser den Kontakt zur Erde herstellt. Dieser Stromfluß ist jedoch so gering, dass er keinerlei Gefahr darstellt. Wenn der Phasenprüfer an einen Neutral- oder Schutzleiter gehalten wird, leuchtet die Glimmlampe nicht auf. Sollte sie dennoch aufleuchten, so muss auf jeden Fall ein Fehler vorliegen.

Der Phasenprüfer sollte jedoch kein Garant dafür sein, dass beim Nichtaufleuchten der Glimmlampe kein Stromfluß vorhanden ist. Auch äußere Gegebenheiten, wie der Fußboden oder die Feuchtigkeit der Hände, können das Testergebnis verfälschen. Es sollte daher nur als Anhaltspunkt dienen und nicht dazu, um einen sicheren Beweis zu erhalten.

Nur mit einem speziellen Spannungsmessgerät kann die Stromspannung zuverlässig überprüft werden. Der Phasenprüfer gehört daher eher in die Hände von Fachleuten, zumal es auch zu Unfällen kommen kann, wenn der Phasenprüfer defekt ist. Da das Messergebnis mit dem Phasenprüfer nicht zuverlässig ist, wird er umgangssprachlich auch gerne als Lügenstift bezeichnet. Ein Phasenprüfer ist bereits für wenige Euro im Fachhandel erhältlich.


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