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Klebepistole

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Heißklebepistole
© K.- P. Adler - Fotolia.com

Die Klebepistole ist auch als Heißklebepistole bekannt, da sie mit Hitzeeinwirkung arbeitet. Das Gerät sieht aus wie ein kleiner Bohrschrauber und liegt gut in der Hand. Der Kleber hat im festen Zustand die Form einer Stange. Diese wird auf der Rückseite der Pistole eingeführt.

Durch Hitzeeinwirkung beginnt der Kleber im Inneren des Gerätes zu schmelzen und kann dann durch Druck auf einen Hebel aus der Pistolenspitze herausgepresst werden. Im Handel sind auch verschiedene Düsen zum Auswechseln erhältlich.

Es gibt Klebepistolen, bei denen man die Stange von Hand nachschieben muss, da sie über keinen automatischen Transportmechanismus verfügen. Diese Geräte sind dafür um einiges billiger und reichen für den sporadischen Einsatz auch vollkommen aus. Wenn man jedoch öfter mit einer Klebepistole arbeitet sollte man mindestens 50 Euro investieren, um ein gutes Gerät mit Transportmechanismus zu erhalten.

Der Vorteil des heißen Klebers ist die Möglichkeit, auch poröses Material verkleben zu können. Die Klebepistole ist vor allem für kleinflächige und punktuelle Verbindungen geeignet. Die Anschaffungskosten sind nicht sehr hoch, so dass die Klebepistolen auch gerne für Bastelarbeiten eingesetzt werden. Bei der Arbeit mit der Heißklebepistole muss man jedoch sehr aufpassen, da der Kleber auf Temperaturen bis zu 200 Grad Celsius erhitzt wird.

Da der Kleber innerhalb kurzer Zeit wieder fest wird, eignet sich die Klebepistole auf keinen Fall für großflächige Arbeiten. Bei kleinflächigen Arbeiten kann dagegen sehr präzise mit dem Gerät arbeiten. Mit der Klebepistole kann man jedoch nicht nur kleben, sondern auch prima Fugen oder Spalten ausfüllen. Für diesen Zweck gibt es spezielle Abdichtklebepatronen im Handel. Spezielle Kleberpatronen erhält man auch zum Kleben von Leder, Holz oder Keramik.

Man muss bei der Arbeit nur beachten, dass die Materialien auch Temperaturen von rund 200 Grad aushalten. Sehr glatte Materialien müssen vor dem Bearbeiten etwas angerauht werden. Die optimale Arbeitstemperatur wird innerhalb von etwa drei bis sechs Minuten erreicht und permanent gehalten.


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