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Heißluftpistole

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Heißluftpistole
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Die Heißluftpistole kommt im Bereich des Heimwerkens eher selten zum Einsatz, dennoch sind die möglichen Einsatzgebiete sehr vielfältig. Das Gerät arbeitet nach einem ganz einfachen Prinzip, indem es die Umgebungsluft ansaugt und sie im Inneren erhitzt. Über ein Gebläse wird die erhitzte Luft dann wieder abgegeben.

Man kann damit Kunststoffe verformen, Klebefolien entfernen, Kunststoffe verschweißen, Lacke von Holzmöbeln entfernen, elektrische Bauteile entlöten, Aushärtevorgänge beschleunigen sowie Flächen enteisen oder trocknen. Der Arbeitsbereich kann mittels eines Heißluftgebläses sowohl erhitzt als auch abgekühlt werden.

Am Gerät lässt sich sowohl die Luftdurchflussmenge als auch die gewünschte Temperatur einstellen. Diese kann zwischen 50 und 650 Grad Celsius gewählt werden. Für einige Geräte gibt es auch unterschiedliche Düsen, je nachdem wohin der Luftstrom gelenkt werden soll.

Der größte Vorteil der Heißluftpistole besteht darin, dass beim Arbeiten keine Flamme entsteht, so dass das Verletzungsrisiko auch stark vermindert ist. Bei elektronischen Heißluftpistolen wird die Temperatur automatisch durch einen Temperatursensor geregelt. Im Grunde ist eine Heißluftpistole nichts anderes als ein Fön, wobei das Gerät natürlich wesentlich höhere Temperaturen erreicht.

Die Heißluftpistole kann unter Umständen auch bei der Vernichtung von Ungeziefer behilflich sein. Man kann damit Nester von Schädlingen in Ritzen oder Möbeln vernichten. Auch Schimmelpilzen ganz auf diese Weise der Garaus gemacht werden. Dabei muss allerdings darauf geachtet werden, dass man die Temperatur nicht zu hoch wählt und die Materialien die Temperaturen auch aushalten.

In guten Baumärkten kann man eine Heißluftpistole auch ausleihen, da sich eine Anschaffung in vielen Fällen nicht lohnt. Einfache Modelle sind für 30 bis 40 Euro erhältlich, teurere Geräte kosten zwischen 100 und 200 Euro.


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