Steingutfliesen für innen und für außen
Bei den Fliesen gibt es die so genannten Steingutfliesen. Diese sind allerdings porös und nehem Wasser auf. Die Scherben sind weich, können dadurch aber gut bearbeitet werden. Im Innenbereich sind Steingutfliesen gut zu nutzen, Frost gefährdete Bereiche scheiden aber aus.
Steingutfliesen gibt es in weißen, gelblichen und rötlichen Färbungen je nach Ursprung des Rohmaterrials. Der Ton wird meistens trocken gepresst und bei Temperaturen von 850 bis 1.000°C gebrannt. Durch die anschließende Glasur erhalten Steingutfliesen den typischen Glanz und ihre dekorative Oberfläche. Der Scherben wird durch die Glasur unempfindlich gegen Haushaltschemikalien und wasserdicht. Durch eingeschränkte Abriebfestigkeit eignen sich glasierte Steingutfliesen eher für Böden, die nicht mit festen Schuhwerk begangen werden, zum Beispiel in Bädern und Schlafzimmern.
Es gibt auch Steinzeugfliesen, diese werden durch ein Sinterung genanntes Verfahren hergestellt. Bei der Sinterung werden die Fliesenrohlinge stark zusammengepresst und können daher höher gebrannt werden. Die Brenntemperatur beträgt hier 1.200°C. Dabei wird der Scherben besonders hart und dicht, so dass er anschließend so gut wie kein Wasser aufnimmt. Steinzeugfliesen sind daher frostsicher und auch für Terrassen geeignet.
Glasierte Fliesen können in fünf Beanspruchungsgruppen hinsichtlich ihrer Verschleißfestigkeit eingeteilt werden:
Beanspruchungsgruppe I: reine Wandfliesen
Beanspruchungsgruppe II: Wand- und Bodenfliesen im privat genutzten Bad (leichte Beanspruchung: wenig Schmutz, barfuß, Hausschuhe)
Beanspruchungsgruppe III: Bodenfliesen im gesamten Wohnbereich mit mittlerer Beanspruchung außer Terrasse, Diele, Küche
Beanspruchungsgruppe IV: Bodenfliesen für stärkere Beanspruchung wie Terrasse, Diele oder Küche
Beanspruchungsgruppe V: Bodenfliesen für stärkste Beanspruchung wie in öffentlichen Bauten (im Privatbereich nicht erforderlich)