Dichtmatten aus Polyethylen

Grundkurs Fliesen legenZum Abdichten können Sie auch spezielle Kunststoffbahnen überlappend auf Wand und Boden verlegen, um die Nassbereiche durch eine aufzustreichende Beschichtung abzudichten. Eine Polyäthylen-Dichtmatte beispielsweise ist beidseitig mit Vliesgewebe kaschiert, auf dem Fliesenkleber gut haften. Nach dem Tiefengrund wird der Nassbereich vollflächig mit den Bahnen verklebt. Als Kleber nutzen Sie Flexkleber und die Ränder der Bahnen müssen einander 5 cm überlappen. Ein spezielles Klebeband dient zum dem sauberen abdichten von Rohrdurchführungen für die Sanitäranschlüsse. Auf die Vliese können Sie ganz normal den Fliesenkleber aufziehen und die Fliesen ansetzen.

Allerdings sollten Sie drauf verzichten, Richtschnüre mit Nägeln an der Wand zu befestigen, damit die Dichtschicht nicht durchbrochen wird. Nutzen Sie für die Abdichtung nur ein Syystem eines Herstellers und beachten Sie genau die Angaben.

Flexkleber sind für Fliesenbeläge am Boden relativ starr. Unter Umständen reißen können sie bei etwaigen Formveränderungen. Sorgen Sie daher in Problemebereichen mit spezielle Rippenmatten vor, welche die Spannungen aus dem Untergrund neutralisieren, wenn beispielsweise Dehnungsfugen überklebt werden müssen. Diese Matten werden mit ihrem Trägergewebe an der Unterseite auf den Boden geklebt. Dazu wird Flexkleber verwendet. Auf dei gerippte Oberseite Matten werden wiederrum mit Flexkleber die Bodenfliesen geklebt.

Normalerweise werden bestimmte Fugenbereiche im Nassbereich mit Silikon ausgespritzt. Für verschiedene Dichtsysteme gibt es aber auch Dichtprofile aus Kunststoff, die in die Fugenbreiche eingelegt werden. Sie haben den Vorteil, dass sie niemals erneuert werden müssen und sind in verschiedenen Sanitär-Farben erhältlich. Außerdem ergeben Dichtprofile ein sehr sauberes Fugenbild, wie es Heimwerker mit Silikon nur schwer hinbekommen können.

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