Balkonsanierung
Wenn bei einer Sanierung eines Balkons der marode gewordene Fliesenbelag nicht herausgerissen werden soll, da er noch ausreichend tragfähig ist, müssen die alten Fliesen zunächst gründlich gereinigt werden. Für die Reinigung wird die Fläche mit einem speziellen Fliesenreiniger behandelt. So weit der Mörtel in den Fugen schon brüchig ist, werden die Fugen gründlich ausgekratzt und dann wieder neu verfugt. Die gesamte Fläche bekommt einen feuchtigkeitssperrenden Abdichtvorstrich, der am nächsten Tag noch einmal wiederholt wird. Damit wird verhindert, dass Wasser in den Unterbau des neuen Fliesenbelags eindringt. Außerdem wird gleichzeitig ein haftfähiger Untergrund für den neuen Fliesenkleber geschaffen. Die Methode eignet sich vor allem, wenn eine Erhöhung des Belags kein Problem darstellt und das Niveau der Balkontür damit noch nicht erreicht wird.
Sie benötigen einen hochwertigen Fliesenkleber, der frostbeständig ist und durch Zugabe von Kunststoffanteilen flexibel aushärtet. Der Fliesenkleber muss leichte Spannungen des Untergrundes aufnehmen können, ohne zu reißen. Hier empfiehlt sich das Buttering-Floating-Verfahren anzuwenden, bei dem nicht nur Kleber auf den Untergrund, sondern auch auf die Fliesenrückseite gegeben wird. Wenn Sie die Fliese fest in das Kleberbettdrücken, ergibt sich ein besonders inniger und hohlraumfreier Kontakt zum Untergrund. Frostschäden sind dann nicht zu befrüchten. Da unglasierte Material durchgefärbte Kanten hat, lassen sich aus neuen Feinsteinzeugfliesen auch passende Sockelfliesen schneiden. Letzter Schritt nach dem Fliesen und dem kleben der Sockelstücke ist, den neuen Feinsteinzeugbelag zu verfugen. Die dauerelastischen Anschlussfugen im Sockelbereich müssen mit Silikon ausgespritzt werden.